Wie an vielen weiterbildenden Schulen fand am vergangenen Wochenende auch an der Sekundarschule Förderstedt ein Tag der offenen Tür statt. Dieser war ein voller Erfolg mit hohem Besucherandrang.

Förderstedt. Die Schüler der vierten Grundschulklassen bekommen in diesen Tagen von ihrer Grundschule eine Laufbahnempfehlung, das heißt, ihnen wird empfohlen, nach der vierten Klasse zum Gymnasium oder zu einer Sekundarschule zu wechseln.

Die Eltern bekommen nun die Gelegenheit, sich mit ihren Kindern an den Schulen umzusehen, mit Lehrern Gespräche zu führen, um sich dann für eine Schule zu entscheiden.

So ähnlich erging es auch Susann Heger aus Glöthe, Verkäuferin in einem Staßfurter Supermarkt, die mit ihren Söhnen Julian und Fabian gekommen war.

Sie hatte es allerdings etwas leichter, weil Julian, neun Jahre, schon in der Sekundarschule die sechste Klasse besucht. Er konnte seinem kleineren Bruder schon viel von dieser Schule erzählen.

Während Julian einmal Tischler werden will, treibt es Fabian etwas mehr in die Höhe. Sein Wunschberuf heißt Dachdecker. Beide sind damit an dieser Schule richtig untergebracht, weil die Sekundarschulausbildung gegenüber dem Gymnasium doch etwas praxisorientierter verläuft.

Das zeigte sich auch gleich am Beginn des Rundgangs durch die verschiedenen Räume. Im Technikraum, wo Helmut Bartel und Jörg Treue alles bis ins Kleinste vorstellten, leuchteten die Augen der Beiden. Ob es das Modell eines Verbrennungsmotors oder das des nachfolgenden Schaltgetriebes war oder auch die Funktion einer Lichtschranke: Alles erklärten die beiden Vollblutpädagogen, denen man die Begeisterung für ihren Beruf an den Augen ablesen konnte.

Im Chemiekabinett bekamen Fabian und sein Bruder einen Vortrag über den Nachweis verschiedener Stoffe, zum Beispiel Stärke. Dort, wo die Lösung das Apfelstück schwarz färbt, ist Stärke enthalten. Verschiedene Stoffe, wie Benzin, Essig oder Alkohol waren hier durch eine Geruchsprobe zu erkennen.

Nun ließen sich die Hegers in der Eingangshalle von einem Auftritt der Schultanzgruppe begeistern. Übrigens außerhalb des Unterrichts besteht auch die Möglichkeit, in vielen Arbeitsgemeinschaften seine Kenntnisse noch zu vertiefen.

Jetzt ging es in den Mathematikraum. Hier waren Stationen mit Aufgaben und Knobeleien von Simone Melle aufgebaut. Zum Beispiel mussten Lochscheiben verschiedenen Durchmessers nach Größe sortiert werden.

Julian konnte hier seinem kleineren Bruder zeigen, wie das geht. Im nachfolgend besuchten Kunstkabinett waren Bilder ausgestellt, die die unterschiedlichen Malarten und -stile in ihrer Vielfältigkeit zeigten.

Margrit Sauerzweig zeigte im Fachraum für Geografie eine Wand mit Schülerarbeiten zu verschiedenen Themen und neue Unterrichtsmaterialien. Nach einer kurzen Stippvisite im Englischraum ging es an der Schulbücherei, die übrigens bei den Schülern sehr beliebt ist, vorbei zum Computerkabi-nett, wo man Spielen, aber auch auf der Homepage der Schule sich über diese noch zusätzlich informieren konnte. Fabian und sein Bruder nahmen gleich Platz und zeigten, dass sie damit bestens umgehen können.

Rätsel über Pflanzen und Tiere hatten Petra Friedrich und Norman Menge, Klasse sieben, im Biologieraum vorbereitet. Und durch ein Mikroskop konnte man hier auch schauen. Neben dem Skelett eines Menschen posierten die beiden wie echte Models.

"Physik ist cool" sagte Julian, als man das Physikkabinett betrat. Hier wurde die Wirkung des Magnetismus am Kompass oder die Funktion des Elektromotors gezeigt. Gudrun Seiler hatte hier das Sagen.

Es fiel hier auch besonders auf, dass viele Eltern mit ihren Kindern die Gelegenheit nutzten, sich zu informieren.

Im Hauswirtschaftskabinett ging der Besuch von Susann Heger mit ihren Söhnen so langsam zu Ende. Hier konnte ein von den Schülern vorbereiteter Imbiss genommen werden. Aber auch über Hygiene im häuslichen Bereich wurde informiert.

Schnell wurde in der Eingangshalle noch ein Stück leckerer, von den Schülern der Arbeitsgemeinschaft Kochen selbst gebackener Kuchen verspeist. Dabei sagte Fabian, dass es ihm gefallen habe und er entschlossen sei, ab Sommer hier weiter zur Schule zu gehen.