Kostensteigerungen von 30 und 40 Prozent innerhalb von drei Jahren bei Benzin und Diesel veranlassen den Wasser- und Abwasserzweckverband Bode-Wipper, seiner Fahrzeugflotte eine andere Richtung zu geben. Schritt für Schritt soll der Fuhrpark nun auf verbrauchsärmere Antriebe umgestellt werden.

Staßfurt l 25 Fahrzeuge - vom Pkw bis zum Lastkraftwagen - umfasst der Fuhrpark des Verbandes, den die Technikabteilung und die Verwaltung gegenwärtig nutzen. Zurzeit laufe eine Analyse für die komplette Flotte, erklärt Geschäftsführer Andreas Beyer, wie der Verband auf die Entwicklung reagieren will.

Immerhin hatten sich die laufenden Kosten für Kraft- und Schmierstoffe von 60 000 Euro im Jahr 2011 auf mittlerweile 83 000 Euro erhöht, was eine Steigerung von 40 Prozent ausmachte.

Beyer unterscheidet noch die Verteuerung der Benzinkosten seit 2010 (30 Prozent mehr) und beim Diesel (sogar 40 Prozent).

Die Gesamtkosten für den Fuhrpark entwickelten sich von 138 000 Euro auf 156 000 Euro - das seien 13 Prozent mehr, rechnet Beyer vor.

Nun hat man sich entschieden, den Fuhrpark Schritt für Schritt auf verbrauchsärmere Fahrzeuge umzustellen. Mit einem Skoda Citigo ist das zweite auf Erdgasantrieb umgerüstete Fahrzeug unterwegs. "Die 68 PS reichen vollkommen aus für unsere Überlandfahrten", meint Ralf Methner, der als Fachbereichsleiter Technik mit dem kleinen Flitzer täglich im Schnitt 250 Kilometer unterwegs. Das Verbandsgebiet reicht immerhin von Kroppenstedt und Etgersleben bis Giersleben.

Der Verbrauch liege bei 3,5 Kilogramm Erdgas pro 100 Kilometer, hat Methner getestet. Nur Wasser wäre wohl noch sparsamer, um nicht zu sagen: fast kostenlos. Denn schließlich muss auch der Wasser- und Abwasserzweckverband das kostbare Nass einkaufen.

Zufrieden ist der Tester übrigens auch mit den Erdgas-Tankmöglichkeiten in der Region.

Nicht zu vergessen die Seite der Umweltverträglichkeit. Mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von 79 Gramm pro Kilometer sei das besagte Auto laut Verkehrsclub für Deutschland neben zwei anderen Marken eines der umweltfreundlichsten Autos auf dem Markt.

Der Verband rechnet letztendlich mit Einsparungen an Betriebskosten von rund 1800 Euro pro Fahrzeug und Jahr. Die Anschaffung soll sich im Vergleich zu einem gleichwertigen Benziner nach knapp zwei Jahren bei einer geplanten Nutzungsdauer von mindestens fünf Jahren amortisieren.