Derzeit ist der Wasser- und Abwasserzweckverband "Bode-Wipper" witterungsbedingt in erhöhter Alarmbereitschaft. Auch in Hecklingen kam es aufgrund der Kälte schon zu einem Rohrbruch.

Hecklingen l Langsam schlägt der Winter auch beim Wasser- und Abwasserzweckverband "Bode-Wipper" zu. In Hecklingen kam es kürzlich in der Hermann-Danz-Straße (Höhe Nummer 21/22) zum Bruch einer zirka 90 Jahre alten Graugussleitung. Betroffen waren rund 35 Haushalte zwischen Gartenstraße und Spellgasse. Gegen 6.30 Uhr in der Früh wurde der Schaden gemeldet. Die Versorgung musste daraufhin eine viertel Stunde später eingestellt werden. Gegen 10.30 Uhr war das Wasser schon wieder da und der Schaden behoben.

Wie bereitet sich der Verband auf den Winter vor, um Problemen, die aufgrund der Jahreszeit vermehrt auftreten können, so schnell wie möglich zu entgegnen? Auf diese Frage angesprochen, erklärt Verbandsgeschäftsführer Andreas Beyer, dass es im Grunde keine spezielle Prophylaxe gebe. Als Ausnahme führt er aber die "allgemeinen Vorbereitungen auf den Winter" an, erklärt, dass natürlich die Fahrzeuge winterfest gemacht werden und dass eine gesonderte Inspektion stattfinde. Jedoch bestehe eine erhöhte Alarmbereitschaft, sagt Beyer. "Grundsätzlich hat ein Reparaturtrupp Bereitschaft. Wenn aufgrund der Witterung besonders viele Schäden auftreten rücken aber mehrere Teams aus." Am Wochenende vor knapp 14 Tagen sei das so gewesen. Der Geschäftsführer spricht hierbei von einem sogenannten "Extremereignis" als zwei bis drei Reparaturtrupps im Einsatz waren.

An diesen zwei Tagen kam es aufgrund der Kälte insgesamt zu vier Rohrbrüchen im Verbandsgebiet. In Neundorf, zweimal in der Staßfurter Straße, in Egeln in der Lindenstraße. In Staßfurt war die Stille Straße betroffen.

"Problemkinder sind die Ortslagen Staßfurt und Löderburg, wo zusammen zirka 35 Prozent aller im Verbandsgebiet auftretenden Rohrbrüche festgestellt werden." Differenziere man dies weiter, so Beyer, seien vor allem Straßen in Alt-Staßfurt betroffen.

Darauf eingehend, um was für Schäden es sich hierbei genau handelt, berichtet Beyer von sogenannten "glatten Brüchen". Diese treten hauptsächlich - so auch im eingangs geschilderten Fall in Hecklingen - in den Graugussleitungen auf. Die betroffenen Leitungen sind den Aussagen des Verbandschefs in der Regel zwischen 80 und 100 Jahre als.

Um daraus abzuleiten, wann eine Erneuerung wo stattfinden muss, führt der Verband seit 2005 eine Rohrbruchstatistik. "Im Rahmen der Investitionsplanung wird hier Schwerpunkt auf die Straßen und Leitungen gelegt, die besonders häufig von Rohrbrüchen betroffen sind."