Staßfurt l Die Staßfurter Wohnungsbaugenossenschaft hat seit dem 1. Mai einen kleinen Helden, bei dem sie sich nun ganz offiziell bedankt. Ben Stoge (5) spielte nämlich am 1. Mai im Garten seiner Eltern an der Concordiastrasse in Staßfurt. Er hörte mehrmals ein lautes Knallen und Krachen und wunderte sich, woher dieser Lärm kam.

Aufmerksam hörte er nochmal hin, schaute sich in der Umgebung um und sah wie die ersten Dachziegel vom großen Wohnhaus gegenüber herunterfielen. Als er auch noch Qualm sah, wusste er sofort: Es brennt! Aufgeregt rannte er zu seiner Mutter und berichtete, was im Haus gegenüber los war.

Dank von der Wohnungsbaugenossenschaft

Ohne lange zu zögern, riefen die beiden über die 112 den Notruf. Die Ortsfeuerwehren Staßfurt und Löderburg wurden alarmiert und waren binnen weniger Minuten mit sieben Fahrzeugen und 38 Kameraden vor Ort. Schnell hatten sie den Brand unter Kontrolle und konnten Schlimmeres verhindern.

Wegen der schnellen Reaktion des kleinen Ben und seiner Mutti hatte die Wohnungsbaugenossenschaft jetzt um ein Treffen mit der Familie und den Vertretern aus beiden Ortsfeuerwehren gebeten. Die Vorstandsmitglieder Hagen Ringström und Carsten Schulze wollten im Namen der Genossenschaft und allen Mitgliedern noch einmal ihren Dank zum Ausdruck bringen, dass durch das schnelle Handeln von Ben, seiner Mutter und den beiden Ortsfeuerwehren eine größere Katastrophe verhindert werden konnte.

Eine Spielzeugfeuerwehr für Ben

Hagen Ringström sagte: "Wir sind froh darüber, dass der Brand \\\'nur\\\' Sachschaden am Haus und keinen Personenschaden verursachte und wir so noch Glück im Unglück hatten." Die Feuerwehrmänner hatten für Ben noch eine Überraschung mit. Denn der verfolgte an dem Tag gespannt die Löscharbeiten und interessiert sich nun sehr für die Arbeit bei der Feuerwehr. Die Kameraden brachten ihm ein großes Spielzeug-Feuerwehrauto mit Sirene mit und der Mutti einen Blumenstrauß.

Als Dankeschön gab es für die Ortswehr Staßfurt und die Ortswehr Löderburg von der Wohnungsbaugenossenschaft einen Scheck in Höhe von 250 Euro. Es sei wichtig, gut ausgestattete und ausgebildete Feuerwehren zu haben, auf die die Bürger im Ernstfall zählen können. Für die Feuerwehren ist das natürlich Ehrensache.

Hagen Ringström von der Wohnungsbaugenossenschaft bittet bei den Mietern im betroffenen Haus um Verständnis, wenn die Sanierungsarbeiten beginnen. Der Schaden soll schnellstmöglich beseitigt werden.