Die vom Wasser- und Abwasserzweckverband "Bode-Wipper" (WAZV)Staßfurt in Auftrag gegebenen Baumaßnahmen laufen planmäßig. Das teilte Geschäftsführer Andreas Beyer in der jüngsten Sitzung der Verbandsversammlung mit.

Staßfurt l "Wir werden aller Voraussicht nach pünktlich fertig werden und die Arbeiten am 30. November einstellen", sagte Beyer.

Auf die Entwicklung des Trinkwasserverbrauches eingehend, teilte der Geschäftsführer mit, dass es in den Monaten Juli und August zu einem erheblichen Minderverbrauch gekommen sei. Die Differenz habe bei einem Minus von 8,34 Prozent beziehungsweise 5,03 Prozent gelegen. Das führte Beyer auf die Starkregenperiode zurück.

In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden im WAZV-Gebiet insgesamt 1,936 Millionen Kubikmeter verbraucht. Das waren 2,1 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Wie der Geschätsführer weiter informierte, hatte der Verband im Sommer überlicherweise mit einer erhöhten Zahl von Wasserrohrbrüchen zu kämpfen. Von Januar bis August wurden insgesamt 59 Defekte registriert, die meisten davon erstaunlicherweise mit jeweils elf im Juni und im Juli. Landläufig ist man der Meinung, dass es in erster Linie bei Frostgraden gehäuft zu solchen Störfällen kommt. Im Vergleich zum Vorjahr war die Zahl der Rohrbrüche rückläufig, denn 2013 waren es von Januar bis August insgesamt 72. "Das ist ein Rückgang von 18,06 Prozent", sagte Beyer.

Der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Wolfgang Kaufmann, teilte mit, dass der Geschäftsführer ihm seinen Widerspruch gegen den Beschluss der Verbandsversammlung vom 22. September übergeben hat. Damit legt er wie zuvor bereits angekündigt Rechtsmittel gegen die Entscheidung der Vertreter der Mitgliedsgemeinden ein, im Falle einer Nachkassierung von Hausanschlussbeiträgen im Gebiet des Abwasserzweckverbandes "Bodeniederung" nur die Grundstücksbesitzer zur Kasse zu bitten, die bisher noch nie bezahlt hatten.

Dieser Beschluss sei rechtswidrig, so der Tenor von Beyers Schreiben an Kaufmann. "Die Verbandsversammlung muss in ihrer nächsten Sitzung am 21. Oktober darüber entscheiden, wie sie damit umgeht", sagte Kaufmann. Sollten die Verbandsvertreter bei ihrer Meinung bleiben, müsse die Kommunalaufsicht entscheiden.

In der nächsten Sitzung steht auch der Jahresabschluss des WAZV für 2013 auf der Tagesordnung. Die entsprechenden Vorlagen sollten eigentlich schon in der letzten Sitzung beraten und beschlossen werden. "Durch einen Übermittlungsfehler war die Einladung nicht vollständig, so dass die Beschlüsse nun am 21. Oktober gefasst werden", sagte Beyer.

Der Jahresabschluss war von der Wirtschaftsberatung Aktiengesellschaft (Wibera), Niederlassung Magdeburg testiert und vom Rechnungsprüfungsamt des Salzlandkreises bestätigt worden. Der Wibera-Vertreter, der das Zahlenwerk vorstellte, attestierte der Geschäftsführung eine gute Situation des Verbandes.