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Bitte unten dem Verwendungszweck: HILFE FÜR FAMILIE IN LÖDERBURG

Löderburg l Dramatische Szenen haben sich in der Nacht zu Dienstag in Löderburg abgespielt. In der Gänsefurther Straße brannte ein Wohnhaus. Die Feuerwehr wurde gegen 4.55 Uhr alarmiert.

Ein Nachbar hatte den Brand gerochen. Er sah, wie die Flammen im Hausflur loderten. Als die Polizei eintraf, so erklärt Polizeisprecher Marco Kopitz, bemerkten die Beamten, dass sich die Bewohner - eine Mutter mit ihren zwei Kindern (8 und 15 Jahre) noch im Obergeschoss befanden.

"Die Feuerwehr war zu diesem Zeitpunkt noch nicht am Brandort. Da der Hausflur in Flammen stand, war eine Rettung der Personen nur durch das Fenster möglich", erklärt Marco Kopitz. Ein Nachbar holte schnell eine Leiter. Polizeikommissar Elis stieg hinauf und konnte die drei Personen über das Fenster retten.

Die betroffene Frau (48) bekam eine leichte Rauchgasvergiftung, die beiden Kinder blieben unverletzt. Die Kameraden der Ortswehren Löderburg und Staßfurt löschten den Brand. Mehrere Trupps versuchten unter Atemschutz und erschwerten Bedingungen den Flammen Herr zu werden. Die Löscharbeiten waren erst gegen Dienstagmittag abgeschlossen.

Dennoch hat das Haus immense Schäden davongetragen: "Das Treppenhaus ist stark beschädigt und der Dachstuhl wurde in Mitleidenschaft gezogen", erklärt Marco Kopitz. Auf 30000 Euro schätzt die Polizei den Schaden. Die Brandursache ermittelt die Polizei derzeit noch.

Aber selbst nach der dramatischen Rettungsaktion ist die schlimme Situation für die Familie nicht vorüber. "Die Familie hat gar nichts mehr", berichtet Oberbürgermeister René Zok gestern schockiert von dem Vorfall. "Sie mussten ja sofort das Haus verlassen. Sie standen im Prinzip im Schlafanzug auf der Straße und konnten nichts mitnehmen."

Der ganze Besitz der Familie ist in den Flammen vernichtet worden. "Das Haus ist komplett zerstört und unbewohnbar", erklärt der Oberbürgermeister. Glücklicherweise hat die Umland-Wohnungsbaugesellschaft eine Gästewohnung zur Verfügung gestellt, sodass die Betroffenen nicht ins Obdachlosenheim mussten. "Die Familie braucht dringend Bargeld. Daher haben wir ein Spendenkonto für sie eingerichtet. Ich bitte alle Bürger, die es können, mit einer Spende zu helfen", so Zok.

Neben ersten Hilfestellungen vom Ordnungsamt und der Kleiderkammer sei auch die Hilfe der Nachbarn und Einwohner von Löderburg sehr solidarisch gewesen, sagt Zok und dankt den Menschen.