Solekavernen, Dickstoffversatzanlage. Staßfurt ist eine aktive Bergbaustadt. Auch östlich der Salzstadt lässt Esco Bernburg den Bergbau hier nicht in Vergessenheit geraten. Es wird gesprengt, was unter anderem in Rathmannsdorf zu spüren ist. In der Reihe "Was ist geworden aus ...?" fragte "Salzland-Kurier" nach, ob der Konzern den versprochenen Abstand zu Ortschaften und alten Grubenbauen einhält.

Rathmannsdorf/Bernburg l Die Frage steht immer, wenn in Rathmannsdorf Sprenggeräusche zu hören sind. Nach fünf Jahren sei die Frage auch mal wieder erlaubt, wie weit der Salzabbau aus Richtung Ilberstedt fortgeschritten ist. Zumal mit Entwidmung und Demontage der Kanonenbahn eine imaginäre Grenzlinie östlich von Rathmannsdorf nicht mehr existiert. Darauf will Thomas Wolperding, Leiter Produktion und Technik Untertage bei Esco, nicht eingehen. Schließlich stellt auch die B 6n kein Hindernis dar, wenn rund 500 Meter unter ihr der Bergbau fortschreitet. Eines stellt Wolperding aber erneut klar: "Der Bergbau unter Ortschaften ist in den nächsten 20 bis 30 Jahren für uns kein Thema. Und wenn es soweit wäre, würden wir anders vorgehen, als vor 30 Jahren." Ohnehin schreite der Abbau von Ilberstedt Richtung Nordosten und das auch nur sehr langsam fort. Momentan erfolgen Erkundungsbohrungen in Richtung Nordwesten.

Zum Stand, fünf Jahre nach dem Versprechen im Staßfurter Stadtrat (siehe Faksimile), unterstreicht er: "Es bleibt bei mehreren Hundert Metern Entfernung. Wir werden keine Senkungen unter Rathmannsdorf verursachen." Die Senkungen von Ilberstedt würden im Übrigen vom Abbau herrühren, der vor 30 Jahren hier stattfand.

Auf die Sprengungen angesprochen, die momentan wieder verstärkt zu hören sind, meint Thomas Wolperding: "Damit arbeiten wir an der Erweiterung der Fahrstrecken zum Versatz unterm Nordfeld. Und die finden unter Ilberstedt auch nur noch zwischen 8 und 18 Uhr statt." Im Übrigen sei das Salzgebirge und auch der darüber liegende Buntsandstein "ein extrem guter Schallleiter".

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