Eine schöne Tradition pflegt die Marinekameradschaft Staßfurt mit ihrer alljährlichen Grünkohlwanderung. Bevor aber deftig gegessen wird, müssen die Teilnehmer Geschicklichkeit und Treffsicherheit unter Beweis stellen.

Löderburg. Seit 1995 führt die Staßfurter Marinekameradschaft im Februar eine "Grünkohlwanderung" durch. Dabei wird eine Strecke von etwa zehn Kilometern in der schönen Umgebung der alten Salzstadt ausgesucht, bei der vier originelle Wertungsspiele zu absolvieren sind. Am Zielort gibt es dann ein deftiges Grünkohlessen mit Kassler und Knacker. Zuvor werden aber noch die Punktbesten der Spiele als Grünkohlkönigin und -könig entsprechend geehrt.

In diesem Jahr traf man sich am Löderburger See. Um neun Uhr setzten sich die 22 Wanderfreunde in Richtung Weinbergsgrund in Bewegung. Dort am Rand angekommen, musste ein Stiefelweit- und -zielwerfen als erste Disziplin absolviert werden. Darauf folgte ein opulentes Frühstück, unter anderem mit Schmalzschnittchen, Gurke, heißem Tee, Glühwein und einigen Verdauerlis.

Nach der Runde durch den schönen Naturpark stand als nächste Aufgabe ein Schießen mit Pfeil und Bogen auf dem Schießstand der Hecklinger Schützengilde an. "Das sah leichter aus als es zu machen war", meinte Hartmut Hoffmann nach einigen weniger gelungenen Versuchen. Er hatte es allerdings als Linksschütze schwer, da nur Geräte für Rechtshänder zur Verfügung standen.

Kurz vor dem Ziel musste ein Nagel mit drei Hammerschlägen ins Holz geschlagen werden, wenn man in der Königs-Wertung bleiben wollte. Die endgültige Entscheidung fiel dann gegen 13 Uhr in der Gaststätte beim Schätzen, wie viel Nudeln denn im gefüllten Bierglas sind. Bevor die prall gefüllten Grünkohlteller serviert wurden, konnten Lutz Klein und Diana Bär die Wanderpokale für ein Jahr in Empfang nehmen, denn im nächsten Februar gibt es ganz sicher wieder eine Grünkohlwanderung.

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