Rathmannsdorf. " Die Arbeiten werden nie ein Ende finden in diesem gut sieben Hektar großen Park. " Michael Schneemann erklärt dem Staßfurter Oberbürgermeister dennoch nicht ohne Stolz, was die Auszubildenden des BBRZ Rathmannsdorf seit nunmehr drei Jahren geschafft haben.

René Zok hört von zwei Sichtachsen, die bereits freigelegt wurden – der Hainbuchenweg und der entlang des ehemaligen Volleyballplatzes. Nach wie vor stehe das Ziel, auch die zwölf Meter breite Hauptsichtachse in Neundorfer Richtung freizuschneiden. " Etwa ein Viertel des Parks haben wir jetzt geschafft ", meint Manfred Thiel, der mit durchschnittlich zehn Auszubildenden praxisbezogenen Unterricht macht. Dazug gehört auch der Kettensägenschein, den übrigens nicht nur Jugendliche der Bildungsstätte hier machen können.

Jetzt herrscht allerdings erstmal wieder Ruhe bis Oktober – Schutzzeit für Flora und Fauna.

Bei aller Betriebsamkeit, die bisher viel Licht in den Park zwischen Staßfurter Chaussee und Liethe brachte – " Es gibt keinen Kahlschlag, auch wenn es immer mal wieder behauptet wird ", argumentiert Doris Brückner. Die Mitarbeiterin der Staßfurter Verwaltung begleitet das Projekt Park Rathmannsdorf und erklärt, dass mit der Beseitigung von hauptsächlich Ahorn-Wildwuchs Platz geschaffen wird für die Bäume, die man haben will und für die Krautzone des Parks. " Hier wachsen 130 Arten, die Licht brauchen. Lerchensporn, Annemonen, Veilchen zum Beispiel. " Zweimal im Jahr stimmen sich die Mitarbeiterin des Grünflächenamts und die Leute vom BBRZ ab, welche überflüssigen Bäume raus, welche Eichen und Eschen bleiben sollen. Fakt sei, dass auch Totholzhaufen nach Benjeshecken-Art liegen bleiben in den einzelnen Quartieren, um Vögeln und anderem Getier Lebensraum zu bieten. Das hörte auch Hans Lang gern, ein Rathmannsdorfer Umweltfreund, der bei Zoks Besuch dabei sein durfte.

" Wir wollen neben unserem praktischen Ausbildungsziel für unsere Landschaftsgärtner und BVJ-ler einfach auch den Erholungswert des Parks steigern ", unterstreicht Projektleiter Schneemann die 2000 Stunden, die bisher geleistet wurden. Ein Dutzend neuer Bänke, gebaut von den Auszubildenden anderer Gewerke im BBRZ, zeugt ebenfalls davon.

Der Oberbürgermeister ist nicht zuletzt froh darüber, dass man über den Pflegevertrag mit der Bildungsstätte den Haushalt der Stadt nicht belasten muss und dass dennoch die Bürger davon profitieren.