Förderstedt. François Lohienne ist ein echter Franzose. Darauf lässt nicht nur sein Name schließen, sondern auch der sympathische Akzent. Mit seinem France-Mobil war er gestern in der Förderstedter Sekundarschule zu Gast, um für seine Muttersprache und sein Heimatland zu werben.

Dass den Schülern der Französisch-Unterricht mit einem jungen, gutaussehenden Franzosen mehr Spaß macht, erklärt sich von selbst. In den Genuss des unkonventionellen Unterrichts kamen neben einer siebenten und einer achten Klasse, vor allem die Sechstklässler. Bei ihnen geht es in den nächsten Wochen darum, sich für eine zweite Fremdsprache zu entscheiden. Zur Wahl stehen Französisch und Russisch.

Es lässt sich erahnen, dass nach diesen exotischen Unterrichtsminuten die Wahl wohl auf die Sprache des europäischen Nachbarlandes fällt. Französisch-Lehrerin Heike Fettke würde es jedenfalls freuen. Sie hatte an der Schule in Welsleben schon Bekannschaft mit dem " France-Mobil " gemacht und weiß, wie sehr den Kindern dieser lockere Unterricht-Spaß gefällt. Da es an der Förderstedter Schule erst seit einem Jahr Französisch-Unterricht gibt, ist François Lohienne erstmals an der Sekundarschule zu Gast.

Kulturinstitute auf vier Rädern

Das France-Mobil ist eine Initiative der Robert Bosch Stiftung und der Kulturabteilung der französischen Botschaft. Seit 2002 fahren " France-Mobile " -Referenten durch Deutschland und besuchen Schulen. " Wir sind sozusagen kleine französische Kulturinstitute auf Rädern ", so Lohienne.

Unter dem Motto " Frankreich, seine Sprache und Kultur " haben die Referenten zahlreiche Spiele, Lieder und Preise im Gepäck. So auch Lohienne. Aus einer großen orangefarbenden Tasche zaubert er bei einem Frage-Antwort-Spiel kleine Belohnungen.

" Qu ‘ est-ce que vous connaissaiz un joueur de football ?" ( Kennt ihr einen Fußballspieler ?) " Franck Ribéry ", ruft ein Schüler eifrig. " Oui, c ‘ est vrai ", sagt Lohienne und greift in seine Geschenketasche.