• 2. Oktober 2014



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Karl-Heinz Wandelt hat über 100 Weihnachtsbaumständer zusammengetragen


Sammler setzt heute auf Stück von 1900

26.10.2011 17:13 Uhr |


Von Nora Menzel


Karl-Heinz Wandelt lässt andere an seiner Weihnachtsbaumständer-Sammlung teilhaben, wie jüngst bei einer Ausstellung in Schneidlingen. Foto: Nora Menzel

Karl-Heinz Wandelt lässt andere an seiner Weihnachtsbaumständer-Sammlung teilhaben, wie jüngst bei einer Ausstellung in Schneidlingen. Foto: Nora Menzel Karl-Heinz Wandelt lässt andere an seiner Weihnachtsbaumständer-Sammlung teilhaben, wie jüngst bei einer Ausstellung in Schneidlingen. Foto: Nora Menzel

Weihnachtsbaumständer sind für Karl-Heinz Wandelt nicht nur eine einfache Halterung, sondern wahre Schmuckstücke. Eine Vielzahl historischer Raritäten hat er kürzlich Besuchern einer Ausstellung in Schneidlingen gezeigt.

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Schneidlingen. Am Vormittag des 24. Dezembers ist es für die meisten eine lieb gewonnene Tradition : Das Schmücken des Weihnachtsbaumes. Nicht nur die große Kiste mit Kugeln, Lametta und Schleifen wird ausgepackt. Bevor die Kerzen am Tannengrün leuchten, muss das Bäumchen zunächst in Form gebracht, schön im Wohnzimmer an seinem alt hergebrachten Platz aufgestellt werden. Dank modernster Klemmtechnik am einfach zu handhabenden Plastikhalter sogar mit Bewässerung heute für viele kein Problem. Einst sah das Prozedere anders aus. Das Stämmchen musste mit Schrauben so festgedreht werden, dass es gerade und vor allem sicher fest am Boden steht.

Wie sich das Aussehen und die Handhabung von Weihnachtsbaumständern im Laufe der Jahrhunderte bis heute verändert hat, kann Karl-Heinz Wandelt aus Aschersleben ganz genau erklären. Der Hobbyschmied kennt sich mit den Halterungen für Tannen, Fichten und Co ganz besonders gut aus. Er ist leidenschaftlicher Sammler von Weihnachtsbaumständern.

Weit über 100 Exemplare fasst seine private Ausstellung. Auch der Öffentlichkeit enthält er über Jahre angeeignete Schätze der Weihnacht nicht vor. Kürzlich waren mehr als 50 Raritäten auf der Wasserburg in Schneidlingen zu bestaunen.

Das Lieblingsstück des begeisterten Sammlers ist fast 150 Jahre alt. Ein im Vergleich zu den daneben aufgereihten klobigen Halterungen aus den 1990 er Jahren eher zierlich wirkendes Gestell stammt aus dem Jahr 1860.

" Weil es so fein

und detailgetreu

verarbeitet ist. "

" Weil es so fein und detailgetreu verarbeitet ist, finde ich es besonders interessant. Es ist so schön filigran und mit Blüten verziert ", schwärmt Wandelt von dem zugleich ältesten Stück seiner Kollektion. " Es ist einfach traumhaft ", ist er Feuer und Flamme. Nicht nur für das eine Exponat. " Ich habe großes Interesse an dem ursprünglich historischen Handwerk ", erklärt er, dass ihn auch die frühere Herstellung der Baumständer, hier vor allem das Handwerk der Gießerei begeistert.

Und genau das ist auch der Grund dafür, warum er gerade von Weihnachtsbaumständern hin und weg ist, sie in allen Formen, Farben und Größen aus zig unterschiedlichen Jahren vom 19. Jahrhundert bis heute zusammegetragen und restauriert hat, auf Flohmärkten und im Internet immer auf der Suche nach neuen Objekten ist. " Von ursprünglichen Metallguss über Holz bis hin zu Kunststoff oder Gips heute – vor allem die unterschiedlichen Materialarten wecken mein Interesse ", erklärt der Berufsschullehrer, warum er gerade für Weihnachtsbaumständer schwärmt.

Bei ihm selbst daheim kommt heute garantiert keine moderne Klemmtechnik zum Einsatz. Vielmehr wird ein historisches Modell ausgepackt. Auf welches Stück die Wahl in diesem Jahr genau fällt, konnte Wandelt in Schneidlingen noch nicht genau sagen. " Vermutlich wird es ein Gussständer ab 1900 sein ", wusste er aber schon ungefähr, welches Objekt daheim Heiligabend zum Einsatz kommt. Mit der Handhabung hat er keine Probleme. Über die Jahre sei er geübt. Und selbst seine Söhne können problemlos mit den Raritäten ihres Vaters umgehen, greifen zu Weihnachten gern auf seinen Fundus zurück.

Besucher der Ausstellung berichteten Karl-Heinz Wandelt, dass ihr Umgang mit der altertümlichen Technik nicht immer so glatt gelaufen seien. Trotzdem hätten sie sich gern an früher erinnert. Für all jene, die sich heute vielleicht spontan doch noch entscheiden, ihren Christbaumständer von einst aus dem Keller zu holen, hat Karl-Heinz Wandelt noch einen Tipp, auch damit der Baum sicher steht und nicht umkippt : " Beim Aufbau muss darauf geachtet werden, dass der Stamm genau senkrecht ist, steht er schief, kann es passieren, dass das gusseiserne Modell kaputt geht. "



Dokumenten Information
Copyright © Volksstimme 2014
Dokument erstellt am 2009-12-24 05:53:34
Letzte Änderung am 2011-10-26 17:13:41

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Ob die DDR ein Unrechtsstaat muss man erst einmal vergleichen.Da das dritte Reich unter Hitler nicht mit dem Titel Unrechtsstaat versehen werden soll oder gar wird möchte ich sagen, dann sehe ich die DDR auch nicht als Unrechtsstaat an.Noch heute kann man Nazisymbole oder ähnliches auf jeden Flohmarkt kaufen wohin gegen die Pionierabzeichen ,das FDJ Hemd aber verboten sind.Man will ablenken, ablenken von niedrigeren Löhnen im Osten von sehr kleinen Renten und vieles mehr und das macht man am besten mit der DDR.

von biermann am 01.10.2014, 14:31 Uhr

Ich kann es nicht mehr hören,auch ich bin in der DDR geboren und ich bereue es nicht.Ich kann keine Bettler, es musste auch keiner nach Pfandflaschen im Müll suchen und vieles mehr aber es wird nach wie vor auf der DDR rum gedroschen.Was ist den heute los.Stendal Sparkasse alles in Ordnung kann ich nur sagen.Das dritte Reich um Hitler darüber spricht kein Mensch noch heut kannst du Nazisymbole überall kaufen aber das Pionierhalstuch ist verboten.Das versteht kein Mensch mehr, hier wird man gezielt verdummt in diesem freiheitlich, demokratischen Land.

von biermann am 01.10.2014, 14:25 Uhr

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