Die Pforten öffnete das Klinikum Schönebeck am Sonnabend zum Tag der offenen Tür. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich etwa über Operationssäle und Schlaflabor zu informieren. Außerdem demonstrierte die Rettungshundestaffel Schönebeck die Künste ihrer vierbeinigen Retter.

Schönebeck. Den transparenten Gummischlauch schiebt der Arzt dem Patienten in den Mund, mit der linken Hand betätigt der Mediziner ein Beatmungsgerät. Lautes Lachen im OP – hier wird allerdings kein akuter Notfall versorgt. An einer künstlichen Puppe zeigt Anästhesist Jörg Beinroth, wie ein Patient im Ernstfall beatmet wird.

Beim Tag der offenen Tür strömten zahlreiche Besucher durch die weit geöffneten Türen des Krankenhauses, um sich über Therapie- und Behandlungsmethoden des Klinikums Schönebeck zu informieren.

Über die Tücken der Schlafapnoe, die aufgrund einer Schwäche der Atemwegsmuskulatur zu Atemaussetzern während des Schlafs führt, beriet Dr. Michael Groß. " Unbehandelt birgt die Schlafapnoe ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall ", erläuterte der Leiter des Schlaflabors die Erkrankung. Vier bis sechs Prozent der Bevölkerung sind laut Groß betroffen. Zu den Therapiemöglichkeiten gehört die so genannte CPAP-Maske, bei der durch Luftdruck ein Zusammenfallen der Atemwege verhindert wird. Mit vier Plätzen betreibt das Klinikum Schönebeck in ganz Sachsen-Anhalt das viertgrößte Schlaflabor.

Auch das Ambulante Operationszentrum mit sechs Aufwachräumen konnte Sonnabend besichtigt werden. Auskünfte gab die medizinische Leiterin Sabine Pöhlert.

An zahlreichen Infoständen im Klinikum konnten Besucher sich über Therapie einzelner Krankheitsbilder ins Gespräch kommen. So bot Apothekerin Sabine Vocke bot Bücher und Publikationen zum Thema Krebserkrankung.

Zudem präsentierte das Team des DRK-Sanitätszuges Schönebeck auf dem Klinikgelände stolz seinen nagelneuen Krankentransportwagen. Und warb für die eigene Sache – die Nachwuchsgewinnung. Wer Lust hat, beim Sanitätszug mitzumachen, kann Kontakt bei der DRK-Geschäftsstelle aufnehmen unter Telefon ( 03928 ) 4 84 00.

Dass nicht nur Menschen, sondern auch Tiere Leben retten können, demonstrierte die Hunderettungsstaffel Schönebeck um Christina Vogt. Die Vierbeiner sind beteiligt, wenn vermisste Personen gesucht werden.

Auch bei Einsätzen im Harz oder in Trümmern leisten die Hunde wertvolle Dienste.