Russischunterricht der besonderen Art erlebten Schüler in Schneidlingen am Mittwoch. Zwei Muttersprachlerinnen, die mit dem Russo-Mobil kamen, weckten die Begeisterung der Jungen und Mädchen für Sprache, Land und Kultur.

Schneidlingen l "Ich heiße Olga und ich komme aus Moskau. Heute erzähle ich Euch etwas über Russland." Dies ist die Übersetzung der Begrüßung einer jungen Frau, die zusammen mit ihrer Kollegin Oksana für Schüler fast aller Klassen der Oskar Kämmer Sekundarschule "Leben Lernen" einen nicht alltägliche Russischunterricht gestaltete.

Die zwei Lehrerinnen kamen mit dem Russo-Mobil. Dabei handelt es sich um ein Projekt des Bundesverbandes Deutscher West-Ost-Gesellschaften zur Förderung der russischen Sprache und Kultur in Deutschland. "Wir möchten Werbung für die russische Sprache machen", berichtet Olga vom Ansinnen der Lernaktion. Dazu gehörte nicht nur das Sprechen, sondern auch die Landeskunde. "Was fällt Euch zu Russland ein?" Mit vielen Antworten auf diese an sie gerichtete Frage, konnten Schüler einer achten Klasse zeigen, dass sie sich schon ganz gut auskennen. "Russland ist das größte Land der Welt, 48 Mal größer als Deutschland, Putin ist Präsident, Moskau die Hauptstadt. Beliebte Gerichte: Bortsch und Soljanka, zwei beliebte Suppen."

Und um noch viel mehr Wissen sind die Schüler nun schlauer. Das Land wurde ihnen noch einmal in aller Ausführlichkeit in Bildern vorgestellt. Sie lernten neue Wörter aus der Situation heraus. Den Russischunterricht so praktisch wie möglich zu machen, ist auch das Ziel von Russischlehrerin Diana Schult. An Wettbewerben beteiligen sich ihre Schüler seit Jahren. Zusammen reisten alle auch schon nach Sankt Petersburg. "Ich denke, wenn man eine Sprache lernen möchte, muss man einmal in dem Land gewesen sein, man muss es fühlen", ist die Pädagogin überzeugt. Bis eine weitere Reise ansteht, wird weiter fleißig gelernt. Im Russo-Mobil stimmte sich der nächste Jahrgang schon einmal darauf ein.