Nach vier Jahren wurde aus einer Idee Wirklichkeit. Im September begrüßt die Kaschade-Stiftung Malerin Stephanie Abben als erste Künstlerstipendiatin in Stendal.

Stendal l Die Idee eines Künstlerstipendiums hatte die Künstlergruppe Altmark bei einer Reise nach Litauen im Jahr 2009.

Aus dieser Idee wird im September Wirklichkeit. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisters Klaus Schmotz und in Zusammenarbeit mit der Kaschade-Stiftung konnte die Künstlergruppe ihr Vorhaben jetzt in die Tat umsetzen. Durch Spenden der Volksbank Stendal und der Firma Zorn konnte das Vorhaben auch längerfristig finanziert werden."Konkret planen wir seit dem Beginn des vergangenen Jahres. Damit es keine einmalige Sache wird, haben wir gerade bei der Finanzierung Wert auf eine langfristige Planung gelegt", erläuterte Andreas Drimer von der Künstlergruppe Altmark. "Wir haben das Projekt derzeit für fünf Jahre vorfinanziert", sagte Drimer weiter.

Mit dem Stipendium sollen Künstler für vier bis acht Wochen in die Hansestadt gelockt werden. Für die Unterbringung zeigt sich die Kaschade Stiftung verantwortlich. Sie stellt im Gebäude der Stiftung in der Weberstraße ein ganzes Stockwerk für die Unterbringung und als Atelier zur Verfügung. Desweiteren werden durch die Spenden 1000 Euro für den Unterhalt des Künstlers in dieser Zeit und 500 Euro für Material zur Verfügung gestellt.

Zum Ende des Stipendiums soll es eine Ausstellung des jeweiligen Künstlers mit einigen Werken geben, die in der Altmark entstanden sind. Als Ausstellungsstätten sind derzeit die Volksbank und die Katharienenkirche im Gespräch.

Für die Vergabe des ersten Stipendiums hat die Künstlergruppe verschiedene Kunsthochschulen in ganz Deutschland angeschrieben.

Darufhin gingen 71 Bewerbungen ganz unterschiedlicher Darstellungsformen ein.

"Wir hatten Maler und Fotografen, Bildhauer oder Performace-Künstlern unter den Bewerbern", berichtete Drimer. Eine Jury, bestehend aus Hans-Jörg Rozynek und Waltraud Meyer von der Künstlergruppe sowie Klaus Schmotz und Hans-Jürgen Kaschade, wählten letztendlich die Malerin Stephanie Abben aus. "Wichtig war uns, einen Künstler oder eine Künstlerin zu finden, die zu unserer Region passt und auch nach der Zeit in der Altmark Eindrücke nach außen kommunizieren kann", erklärte Waltraud Meyer. "Uns hat die Vielfalt ihrer Werke begeistert. Besonders die malerische Umsetzung einiger Schmuddelecken fanden wir besonders gut."

Ab Anfang September wird sich zeigen, ob die Künstlerin, die derzeit einen Lehrauftrag an der freien Kunstakademie Mannheim inne hat und gebürtig aus Düsseldorf am Rhein ist, sich nur auf die Schmuddelecken konzentrieren wird oder doch auch von anderen Seiten der Altmark inspirieren lässt.

Kunstfreunde können sich vorrausichtlich ab Oktober selbst ein Bild davon machen. Denn dann ist eine zweimonatige Ausstellung mit den älteren sowie hier entstandenen Werken der Künstlerin in der Hansestadt geplant.