Stendal (vl) l Jeder dritte Beschäftigte aus dem Kreis Stendal verdient seine Brötchen und natürlich sein Geld außerhalb der Kreisgrenzen. Konkret: Von den 41480 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verlassen 13148 Männer und Frauen täglich den Landkreis.

Die Zahl der Auspendler hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Das zeigen die neusten Daten der Bundesagentur für Arbeit. Im Juni 2013 verließen 13148 Pendler den Kreis. 2012 zuvor waren es 13397 Männer und Frauen. Auch die Pendlerquote ist in den vergangenen Jahren nahezu konstant geblieben. 31,7 Prozent der Beschäftigten pendelten im Juni 2013 in einen anderen Landkreis oder in ein anderes Bundesland. Im Juni 2012 lag die Quote bei 31,8 Prozent.

Zwei von drei Auspendlern sind Männer, nämlich 65 Prozent. 2172 Auspendler - das sind 17 Prozent - arbeiten im Altmarkkreis Salzwedel, 1700 pendeln nach Magdeburg. Weitere Zielorte sind die Prignitz, die Börde, Berlin, das Jerichower Land, das Havelland und die Region Hannover. 17 Prozent der Pendler arbeiten im verarbeitenden Gewerbe. Stark vertreten sind zudem der Handel und das Baugewerbe.

466 Männer und Frauen kommen aus Magdeburg

Im Gegenzug gibt es natürlich auch Frauen und Männer, die von außerhalb im Kreis Stendal ihrer Arbeit nachgehen, die sogenannten Einpendler. Ihre Zahl ist leicht gestiegen. Fuhren im Juni 2012 insgesamt 5711 Männer und Frauen zur Arbeit in den Kreis, waren es im letzten Jahr 5799. Damit ist jeder sechste Beschäftigte im Kreis ein Einpendler. Die Mehrzahl von ihnen kamen aus dem Altmarkkreis Salzwedel (1562), gefolgt vom Jerichower Land (760) und der Börde (628). Aus der Landeshauptstadt kommen 466 Männer und Frauen nach Stendal zur Arbeit.

13148 Auspendlern stehen letztlich 5799 Einpendler gegenüber. Das ist eine Differenz von 7349. Im Vergleich zu 2012 hat sich dieser sogenannte Pendlersaldo um knapp fünf Prozent verringert.

"Für eine Flächenregion wie der Altmark gehört das Pendeln zum Leben. Das Pendeln zwischen den beiden altmärkischen Landkreisen zeichnet die hohe Mobilitätsbereitschaft der Beschäftigten in der Altmark aus. Der leicht rückläufige Pendlersaldo setzt erste Signale und zeigt, dass die Bemühungen der Wirtschaft Fachkräfte zu gewinnen, erste Erfolge bringen", schätzt Markus Nitsch, Chef der Stendaler Arbeitsagentur, ein.