Bereits zum vierten Mal fand am Wochenende das Simson- und Oldtimertreffen des Vereins Halbklappspaten in Börgitz statt. Diesmal kamen über 100 Fahrzeuge vom Zweirad bis zum großen Bulldog auf die Festwiese.

Börgitz l "Das Treffen ist mit uns gewachsen und kommt immer besser an. Wir wollen damit die Auto- und Zweirad-tradition leben lassen", sagte Christian Zackl, Vorsitzender des Vereins Halbklappspaten. Mit vier Simsonfreunden hat die Vereinsgeschichte vor einigen Jahren ihren Anfang genommen, inzwischen sind es 40 Männer und Frauen, die sich dem Erhalt der Zweitakter verschrieben haben. Und Simsons in all ihren Varianten waren auch das dominierende Fahrzeug am Sonnabend auf der Börgitzer Festwiese.

Auch wenn eine Simson S51 nur 3,7 PS hat, die Halter aus dem Verein wussten sie und sich in Szene zu setzen. Stolz trugen sie auch ihre Motorradkutte, die mit Aufschriften wie VEB Minol an die Entstehungszeit der Mopeds erinnerte.

Zu den Höhepunkten des Treffens gehörte die kleine Ausfahrt, die diesmal kurz nach dem Mittag eingeläutet wurde. Über 100 Fahrzeuge machten sich diesmal auf den Weg nach Vinzelberg und kamen über Volgfelde und Staats langsam wieder zurück zur Festwiese.

Liebe zum Zweitakter: Trabant wieder aufgebaut

Unter den Teilnehmern gab es auch zahlreiche Exoten. Dazu gehört ein Trabant 600S. Sein Besitzer aus Stendal hat den Wagen viele Jahre gefahren, ihn zwischenzeitlich verkauft, um ihn doch wieder zu erwerben. "Es stecken viele Erinnerungen drin. Meine Kinder sind damit groß geworden", sagte er. Damit er nach dem Treffen nicht alle Fenster putzen muss, hatte er mit einem Hinweisschild vorgesorgt: "Nicht mit den Händen schauen".

Zu den ältesten Gefährten zählte an diesem Tag der Lanz Bulldog von Fritz Lohse (82) aus Windberge. Mit 76 Jahren war er nur unwesentlich jünger als sein Halter. Der englische Roadster Baujahr 1971 von Karl-Heinz und Christine Siebert aus Tangerhütte war da schon wesentlich jünger. "Es gab mal 2000 Bausätze davon, als ich meinen bekommen hatte, musste ich den komplett auseinander bauen und von Grund auf restaurieren", erzählte der Autofan. Auch wenn sich das Lenkrad rechts befindet, die Zulassung im Landkreis war kein Problem. Das Ehepaar fährt jedoch nicht allein durch die Lande, sondern hat Maskottchen Emi, einen Airedale Terrier, immer dabei.

Terrierdame Emi fährt englischen Roadster

Zahlreiche Besucher kamen auf die Festwiese, um die Fahrzeuge zu begutachten und mit den Besitzern ins Gespräch zu kommen. Wem es am Sonnabend zu warm war, kühlte sich wie Susi Holz aus Schinne im mitgebrachten Minipool wieder ab. Zumindest eine Kopfdusche bekamen die Teilnehmer des Simsonparcours. Zufrieden waren neben den vielen Teilnehmern auch die Händler und Organisatoren des Treffens "Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und das erste Jubiläum", sagte Vereinschef Christian Zackl.

   

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