Tangerhütte l Die jüngste Stadtratssitzung in Tangerhütte konnte sich durchaus sehen lassen. Viele Beschlüsse wurden einstimmig gefasst, die Tagesordnung zügig abgearbeitet. Dass es in der Vergangenheit nicht immer so entspannt zuging, das sprach im Rahmen der Einwohnerfragestunde Peter Rösecke aus Tangerhütte noch einmal an. Gerade nach dem jüngsten Hauptausschuss, in dem der neu gewählte Bürgermeister, Andreas Brohm, einen Hilfeschrei abgesetzt hatte, gab es Bürger, die einen Rückfall in alte Muster der Auseinandersetzungen zwischen Rat und Verwaltung befürchteten. "Die Außenwirkung Tangerhüttes ist katastrophal", sagte Rösecke am Mittwoch.

Bürgermeister ist zuversichtlich

Er erinnerte an die ersten Jahre nach den mit der Wende erstrittenen demokratischen Wahlen, in denen sehr harmonisch gearbeitet worden war, bevor der Zusammenschluss mit den umliegenden Gemeinden erfolgte. Er selbst war im ersten Stadtrat nach der Wende aktiv. "Wie stellt sich der Stadtrat die zukünftige Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister vor? Geht es so weiter wie bisher?", wollte er wissen.

Bürgermeister Andreas Brohm reagierte als Erster auf diese Frage, als er sagte: "Ich denke, alle hier haben das gleiche Ziel. Ich bin zuversichtlich, eine gemeinsame Gesprächsform zu finden!" Er bekam spontan Applaus aus dem Publikum.

Stadtratsvorsitzender Gerhard Borstell stellte aber auch den Fraktionsvorsitzenden im Rat frei, auf die Frage Röseckes zu reagieren. Marcus Graubner (CDU) meinte: "Das bewegt uns alle und wir haben uns vorgenommen, dass es diesen Stil nicht mehr geben soll."

Rita Platte (WG Altmark-Elbe) sagte: "Ich kann mich Herrn Rösecke nur anschließen. Wir sollten auch bei Auseinandersetzungen sachlich und fair bleiben und einen Stil finden, der uns alle vorwärtsbringt!"