Ein Großaufgebot an Feuerwehren war Dienstagvormittag mit dem Löschen eines Brandes in Könnigde beschäftigt. Das Fachwerkhaus eines älteren Ehepaares wurde zerstört.

Könnigde l Ein über 80-jähriges Ehepaar aus Könnigde musste gestern Vormittag mit ansehen, wie dicke Qualmwolken aus dem eigenen kleinen Fachwerkhaus in der Dorfstraße 18 drangen. Grund war ein Schwelbrand unter dem Dach. Gegen 10 Uhr wurde dieser entdeckt und wenige Minuten, nachdem die Leitstelle informiert war, waren schon die Ortsfeuerwehren aus Könnigde und Bismark vor Ort.

Ehepaar zur Beobachtung im Krankenhaus

Dem Bismarker Einsatzleiter Thomas Oesemann war schnell klar, dass die Kameraden vor Ort weitere Unterstützung brauchten. Vor allem Atemschutzgeräteträger wurden benötigt. So trafen bald darauf auch die Wehren aus Kläden, Hohenwulsch und Meßdorf sowie die Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale Stendal am Einsatzort ein, insgesamt waren elf Fahrzeuge am Ort des Geschehens.

Das Löschen des Feuers war sehr schwierig. Der Schwelbrand breitete sich in der Wärmedämmung unter dem Dach aus. So schufen die Kameraden von der Drehleiter aus mit Einreißhaken einen Weg zum Dachstuhl, um von da aus das Feuer zu bekämpfen. Ein weiterer Trupp verschaffte sich Zugang in das Haus, um ein Ausbreiten des Feuers in den unteren Bereich zu verhindern. Ein Problem war die Wasserversorgung. Das Löschwasser musste über eine längere Strecke zum Brandherd gefördert werden. Insgesamt bekämpften 44 Feuerwehrleute den Brand und hatten ihn zwei Stunden nach der Alarmierung unter Kontrolle. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nachmittagsstunden. Die Ortsdurchfahrt musste für mehrere Stunden gesperrt werden.

Das einst schmucke Häuschen ist nicht mehr bewohnbar. Dachstuhl und Dachboden wurden durch das Feuer stark beschädigt. Der Wohnbereich wurde durch das Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Das ältere Ehepaar wurde noch vor Ort vom Rettungsdienst aus Kläden betreut und anschließend zur Beobachtung in das Stendaler Krankenhaus gebracht.

Annegret Schwarz, Hauptamtsleiterin der Stadt Bismark, lobte Dienstag Nachmittag die Hilfsbereitschaft der Könnigder um Ortsbürgermeisterin Elke Freivogel. Die Spendenbereitschaft und Anteilnahme sei sehr groß. Noch gestern begannen die Einwohner eine Wohnung einzurichten, die von der Ortschaft zur Verfügung gestellt wurde. Diese können die älteren Leute beziehen, wenn sie das Krankenhaus verlassen haben.

 

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Könnigde: Fachwerkhaus brennt

Könnigde (mbc) l Ein Fachwerkhaus brannte am Dienstagvormittag im Bismarker Ortsteil Könnigde. Die Bewohner, ein älteres Ehepaar, blieben unverletzt.