Der Verkehr rollt längst wieder durch die sanierte Bahnhofstraße. Das geht auch ohne offizielle feierliche Freigabe. Einige Anlieger finden es dennoch ein Fest wert - am 31. Mai soll es in der Bahnhofstraße gefeiert werden.

Stendal l Der November ist eine denkbar ungünstige Zeit, um draußen zu feiern. Und insofern kommt die Idee der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Stendal, die sanierte Bahnhofstraße mit einem Straßenfest am 31. Mai feierlich einzuweihen, kein bisschen zu spät. "Die Bauarbeiten waren schon ätzend, und das ging bestimmt nicht nur uns so, sondern auch anderen Bewohnern", sagt Dorothee Oesemann vom Organisationsteam der Gemeinde, die ihren Sitz in der Bahnhofstraße 8 hat.

Jetzt, da aller Bauärger verflogen ist und die neu gepflanzten Bäumchen wohl auch bald ihr erstes Grün zeigen werden, sei genau die richtige Zeit zum Feiern. Und das soll beginnend ab der Schönbeckstraße bis zur Gemeinde oder gar nur Einmündung Beckstraße passieren. Je nachdem, wie viele Beteiligte sich finden.

"Anwohner, Vereine, Firmen, Einrichtungen sind aufgerufen, sich mit Ideen, Programmpunkten oder auch als Sponsoren zu beteiligen", sagt Oesemann. "Wir als Gemeinde können das natürlich nicht alles allein stemmen. Die Leute müssen mitmachen, wenn die Straße belebt sein soll."

Eröffnung mit Musik und Oberbürgermeister

Einige Programmpunkte für den letzten Mai-Sonntag stehen schon fest: Die Eröffnung soll um 10.30 Uhr erfolgen - musikalisch mit dem Gospelchor. Gegen 11 Uhr gibt Oberbürgermeister Klaus Schmotz die Straße nachträglich feierlich frei. Eine Grillstation ist vorgesehen, auch eine Kaffee-Oase, es gibt ein Programm für Kinder und einen Kinderflohmarkt sowie ab 14 Uhr ein Bühnenprogramm, für das der Liedermacher und Unterhaltungskünstler Arno Backhaus schon zugesagt hat.

Rund 100 Briefe hat Oesemann verschickt, um andere auf das Fest aufmerksam zu machen und weitere Mitstreiter zu gewinnen. Vor allem Sponsoren werden noch gebraucht. Heute Abend trifft sich das Team zur Besprechung, Interessierte sind willkommen (siehe Info-Kasten).

Dorothee Oesemann und ihre Mitstreiter freuen sich auf dieses Straßenfest - und darauf, andere Anwohner kennenzulernen: "Es gibt in der Bahnhofstraße nicht unbedingt eine enge Verbindung untereinander, dafür ist die Straße zu groß. Aber vielleicht entwickelt sich das ja jetzt."