Bereits zum 12. Mal fand am Sonnabend der Orientierungsmarsch der Jugendfeuerwehren des Kreisverbandes Stendal statt. Nach Stendal im Jahr 2013 und Osterburg in 2014 fand der Wettkampf diesmal in Arneburg statt. 33 Teams und über 300 Teilnehmer gingen an den Start.

Arneburg l "Willkommen in Osterburg", so begrüßte Kreisjugendfeuerwehrwart Klaus Hörnke am Sonnabend die 33 Jugendmannschaften des Kreisfeuerwehrverbandes Stendal. Natürlich musste es Arneburg heißen, aber der kleine Patzer war schnell vergessen. Ganz falsch lag Hörnke jedoch nicht. Im vergangenen Jahr fand die elfte Auflage des Orientierungsmarsches in der Biesestadt statt. Diesmal waren es jedoch nicht 31, sondern sogar 33 Teams, die in der Elbestadt ins Rennen gingen.

Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf, Bürgermeister Lothar Riedinger und Stadtwehrleiter Ronny Hertel wünschten den Mannschaft für die vor ihnen liegenden Aufgaben viel Erfolg. 4,5 Kilometer quer durch Arneburg und sechs Stationen, an denen sie ihr Wissen und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen mussten, lagen vor dem Feuerwehrnachwuchs. "Wir leben zwar auf dem flachen Land, aber Arneburg hat einige Steigungen", sagte Trumpf zum Abschied. Im Fünf-Minuten-Takt machten sich die Mannschaften auf den Weg. Damit nicht alle die gleiche Tour hatten, gab es zwei Routen.

Naturkunde, Geschick und Erste Hilfe

An der ersten Station an der Gartenstraße ging es um Naturkunde. Bernd Meusel und Bernd Falke hatten Fragen aus zehn Fachgebieten vorbereitet. Dazu gehörte Wissen über die Pilze in der Region, über die Wildtiere in den heimischen Wäldern oder auch über Reptilien, wie sie in Wald und Flur vorkommen.

Auf dem Burgberg ging es dagegen um Kraft und Geschicklichkeit. Die Mädchen und Jungen mussten Stiefel möglichst weit werfen. Die besten Werfer schafften es über die 20-Meter-Marke. Wenn ein Stiefel wieder auf der Sohle landete, gab es Zusatzpunkte.

An der dritten Station warteten die Johanniter auf die Feuerwehrjugend. Nach dem Sortieren der Lage retteten die Teams souverän das Schauspielopfer Pascal Bochmann. Sie entfernten den umgestürzten Baum und legten ihn in die stabile Seitenlage. Doch kleine Fehler fanden Sebastian Reidl und Patrick Münch dennoch bei den Mädchen und Jungen. Trotzdem waren sie mit der Leistungen der Teams zufrieden. Zur Halbzeitpause gab es bei Cathleen Balecke in der Strandperle ein Eis für die jungen Teilnehmer und ihre Begleiter.

Eine weitere Station war an der Grundschule. Dort hatten es die Teilnehmer mit Allgemeinwissen zu tun. Dass Sonnenstrahlen zwei Mal im Jahr senkrecht auf den Äquator treffen, wussten die meisten Jungs und Mädels. Schwieriger war es da mit der exakten Sitzplatzzahl im Flugzeug A380. Dass über 850 Menschen darin Platz finden, überraschte auch so manchen Erwachsenen. An Station 5 an der Bahnhofstraße galt es historische Gerätschaften zu erkennen. Zum Abschluss des Orientierungsmarsches war Knotenkunde auf dem Gelände der Feuerwehr gefragt. Nach über fünf Stunden hatten es alle Teams zurück an den Startpunkt geschafft und genossen das schöne Frühlingswetter zum Ausruhen auf der großen Wiese.

Vierter Platz für Lückstedt, Gastgeber auf Platz 13

Klaus Hörnke machte es nicht lange spannend. Sieger in diesem Jahr war das Team aus Badingen vor Goldbeck/Schwarzholz und Schinne/Grassau. Badingens Jugendwart Steven Bleiß war überglücklich und jubelte mit seinen Jungs und Mädels über diesen Erfolg - nach dem zwölften Platz im vergangenen Jahr ein starke Verbesserung. Vorjahressieger Lückstedt schaffte es dieses Jahr nur auf den vierten Platz.

Viel Zeit zum Ausruhen haben die Badinger aber nicht. Am 9. Mai starten sie beim Stadtausscheid Bismark und am 30. Mai steht ein Start in Wollenrade auf dem Plan. Trainiert wird in Badingen immer freitags ab 16 Uhr im und um das Gerätehaus.