Stendal. Einmal auf dem Bürgermeisterstuhl Platz nehmen und sich dabei fühlen, als wäre man selbst an der Macht – dieses Gefühl erlebten die 15 Vorschulkinder des Kindergartens "Sonnenschein" der Volkssolidarität Stendal vergangenen Montagmorgen.

Doch was macht ein Bürgermeister sonst noch, außer auf seinem Stuhl zu sitzen? Wohnt und schläft er auch in diesem großen Haus? Ist er immer so schick angezogen? Mit großem Interesse löcherten die quirligen Sechsjährigen Oberbürgermeister Klaus Schmotz mit zahlreichen Fragen.

Im Rahmen des Kindergarten-Projekts "Meine Heimatstadt Stendal" soll den Kindern ihre Heimat nähergebracht und dabei ihr Interesse an der Stadt geweckt werden. So besuchen die kleinen "Sonnenscheine" nicht nur den Oberbürgermeister, sondern beispielsweise auch das Winckelmann-Museum. Und beim Familientag bauten sie aus Pappkartons sogar das Uenglinger Tor nach.

Geduldig stellte sich Schmotz dem Fragenanstrum, erklärte den Kindern seinen Tagesablauf, zeigte ihnen sein Büro und ließ dabei jedes Kind den Bürgermeisterstuhl testen. Für die anwesenden Kindergärtnerinnen Sigrun Wrana und Beate Butzek war es dabei gar nicht so einfach, die Rasselbande im Auge zu behalten – sollte doch jedes Büroutensil einmal getestet werden.

Im kleinen Festsaal durften die Jungs und Mädchen schließlich auf Schatzssuche gehen; denn wie jedes "ordentliche" Gebäude verfügt auch das Rathaus über ein Geheimversteck – in welchem dieses Mal Süßigkeiten verborgen lagen.

Zum Ende überraschten die Kleinen selbst die Kindergärtnerinnen: Sie verlangten alle lautstark nach einem Autogramm des Oberbürgermeisters.