In den Stendaler Hauptbahnhof soll investiert werden. Unter anderem soll er aus Mitteln des Konjunkturpakets barrierefrei gestaltet werden. Der Stendaler Verkehrs- und Umweltpolitiker Marko Mühlstein begrüßt das nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass der Anteil älterer Reisender mit Schwierigkeiten beim Ein- und Aussteigen im Zuge des demographischen Wandels in der Altmark steigen wird.

Stendal. In den Stendaler Hauptbahnhof wird investiert. Mit dem Konjunkturpaket 2 kommen jetzt einige Arbeiten auf den bedeutendsten Verkehrsknoten in der Altmark zu, die das Reisen in der Region angenehmer machen. Schon vor Wochen hatten sowohl die Bahn als auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Marko Mühlstein sich zu den geplanten Arbeiten geäußert ( die Volksstimme berichtete ). Doch was genau am Stendaler Hauptbahnhof passieren soll, war seinerzeit nicht klar.

Wie Mühlsteins Büro mitteilte und wie die Deutsche Bahn auf Nachfrage der Volksstimme bestätigte, werde es in den kommenden Monaten um drei Punkte gehen : Zum ersten soll das Bahnsteigdach der Bahnsteige 2 und 3 saniert werden. Im Gegensatz zu der Überdachung der Bahnsteige 1 sowie 4 und 5 ist diese noch nicht erneuert worden. Zum zweiten sollen die Zugzielanzeiger an den Bahnsteigen und im Bahnhofsgebäude gegen moderne Exemplare ausgetauscht werden. Zum dritten soll der Bahnhof barrierefrei gestaltet werden. Dazu seien die Planungen bereits veranlasst.

Vor allem Ältere und Behinderte profitieren

Mühlstein kommentiert das so : " Ich freue mich, dass die Barrierefreiheit am Stendaler Bahnhof hergestellt wird. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung unserer Region begrüße ich die Vorhaben. " Insbesondere ältere und behinderte Menschen würden von der Barrierefreiheit profitieren. Der Zugang zu den Zügen werde für sie nach den Arbeiten einfacher.

Investitionen in die Infrastruktur der Bahn sind aus der Sicht vieler Bahnkunden überfällig. Mit dem Slogan " Die Bahn kommt " wirbt die Deutsche Bahn als größtes Verkehrsunternehmen im deutschen Schienenetz für sich. Zum Konzern gehören bis heute auch die meisten Bahnhöfe. Und beim Blick auf viele Bahnhöfe mag bislang manch Reisender meinen : Wenn sie doch nur käme – um den Bahnhof in Ordnung zu bringen. Denn trotz aufwendiger Sanierungen insbesondere in großen Städten und ambitionierter Neubauprojekte zum Beispiel in Berlin mit dem Hauptbahnhof – in ländlichen Regionen schien die Zeit oft stillgestanden zu haben.

Sanierung in kleinen Schritten

Was den Stendaler Hauptbahnhof betrifft, ist es in den vergangenen Jahren dennoch in kleinen Schritten vorangegangen. Im vergangenen Jahr beispielsweise wurden neue Fahrradboxen im Umfeld aufgestellt. Außerdem ist der technische Betrieb umgestellt worden : Das Stendaler Stellwerk wurde abgeschaltet, die Gleisanlagen und Signale werden seitdem von Berlin aus ferngesteuert. Erst Monate zuvor war das bereits erwähnte Dach an den Bahnsteigen 4 und 5 neu gebaut worden – nachdem jahrelang Bahnfahrer den Zustand heftig kritisiert hatten.