Für 15 Kameraden der Tangermünder Feuerwehr startete das Wochenende mit einem Ausbildungsseminar. Der Umgang mit Gefahrgut stand im Mittelpunkt. Drei Stendaler Feuerwehrmänner vermittelten ihnen das Wissen.

Tangermünde. Statt das Wochenende in aller Ruhe zu beginnen, standen 15 Männer aus der aktiven Einheit der Tangermünder Wehr am Sonnabend Punkt 8 Uhr am Gerätehaus. Ausbildungsstunden auf dem Gebiet Gefahrgut waren angesagt.

Dazu hatte sich die Stadtwehr Stendaler Kameraden eingeladen. Mathias Lange, Frank Neubauer und Marcel Ahrends waren mit dem Container für Gefahrstoff angereist. Dieser kommt zum Einsatz, wenn es beispielsweise Unfälle mit Lastzügen gibt, die in großen Mengen Benzin, Diesel oder Chemie geladen haben.

In den ersten Stunden erklärten die Stendaler den Inhalt des Containers. Später wurden Teile im Übungseinsatz getestet. Im Stationsbetrieb übten die Tangermünder Feuerwehrmänner das Umpumpen von Flüssigkeiten von einem Behälter in einen anderen. An anderer Stelle testeten sie, mit welchen Mitteln zum Beispiel das Leck in einem Container abgedichtet werden kann. " Wir haben es mit der uns bekannten Methode probiert ", berichtet Zugführer Michael Classe. Zu seinen Füßen steht eine große Werkzeugkiste. Im Gefahrgutcontainer befinden sich für solche Fälle große Platten und Spanngurte, die an ein Leck angelegt werden können.

Andreas Bahr, stellvertretender Wehrleiter, bezeichnet diese Ausbildungsstunden als ein Zusatzangebot. Denn im Falle eines Gefahrgutunfalls kommt zuerst die Stendaler Wehr zum Einsatz. Die Tangermünder könnte unterstützen. Dafür sind die Elbestädter fit, wenn es um Einsätze auf dem Gebiet des Umwelt- und Gewässerschutzes geht oder Sonderlöschmittel zum Einsatz kommen müssen. Für diese Fälle hat die Tangermünder Wehr zwei spezielle Container in ihrem Gerätehaus.