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Drei Oschersleber organisieren Anfang Mai Feriencamp mit Ausritten, Kremserfahrt und Lagerfeuer


Krebskranke Kinder können sich auf dem Reiterhof erholen

23.04.2011 05:28 Uhr |


Von Mathias Müller


Kerstin Hemschik und Stephan Maindok sitzen auf "Parodie". Das Pferd wird von Emely Grönke (r). und Andrea Behrens vom Reit- und Fahrverein Oschersleben gehalten.

Kerstin Hemschik und Stephan Maindok sitzen auf "Parodie". Das Pferd wird von Emely Grönke (r). und Andrea Behrens vom Reit- und Fahrverein Oschersleben gehalten. | Foto: Mathias Müller Kerstin Hemschik und Stephan Maindok sitzen auf "Parodie". Das Pferd wird von Emely Grönke (r). und Andrea Behrens vom Reit- und Fahrverein Oschersleben gehalten. | Foto: Mathias Müller

In Oschersleben warten auf 35 krebskranke Kinder und ihre Angehörigen zwei ereignisreiche Tage. Auf dem Reiterhof Behrens am Althäuser Weg haben drei Oschersleber Anfang Mai ein abwechslungsreiches Feriencamp organisiert.

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Oschersleben. Kerstin Hemschik, Andrea Behrens und Stephan Maindok haben in diesen Tagen jede Menge zu erledigen. Die drei Oschersleber organisierten für den 7. und 8. Mai ein Feriencamp für krebskranke Kinder und deren Angehörige. "Wir rechnen mit bis zu 50 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die wir in Oschersleben auf dem Reiterhof Behrens begrüßen dürfen", sagt Kerstin Hemschik.

Die Frisörmeisterin Kerstin Hemschik hat sich seit Jahren der Hilfe für das Elternhaus krebskranker Kinder verschrieben. Das Haus steht auf dem Gelände der Universitätsklinik Magdeburg. Wenn in der Klinik Kinder wegen ihrer Krebsleiden behandelt werden, übernachten die Eltern in diesem Haus, um ihren Liebsten nahezusein. Das Elternhaus wird aus Spendengeldern finanziert. In ihren Salons hat Kerstin Hemschik Sparbüchsen aufgestellt, in die ihre Kunden Geld für das gemeinnützige Projekt werfen können. Die Oschersleberin hatte bereits 2010 einen Ausflug der kranken Kinder und ihrer Angehörigen organisiert und für die Finanzierung gesorgt. Damals ging es für einen Tag nach Pullman City in den Harz. Jetzt sollen es zwei Tage im Mai auf dem Reiterhof Behrens in Oschersleben sein.

Auf die Kinder, ihre Geschwister und Eltern wartet in der Bodestadt ein pralles Programm. "Nach dem Mittagessen am 7. Mai geht es für alle Teilnehmer auf Erkundungstour über den Reiterhof", kündigt Andrea Behrens vom Reit- und Fahrverein Oschersleben an. Auf dem mehrere Hektar großen Gelände gibt es viel zu entdecken: Ställe mit vielen Pferden, eine große Reithalle oder die weitläufigen Wiesen, auf denen die Turniere stattfinden. Der Reit- und Fahrverein hat hier seine Heimstatt. Die Mitglieder wollen die kranken Kinder auf Pferden reiten lassen und mit ihnen eine Kremserfahrt nach Günthersdorf oder ins Große Bruch unternehmen. "Höhepunkt wird sicherlich der Ausritt entlang der Bode werden", kündigt Andrea Behrens an. Ebenso will die Fachfrau den Gästen in einem Vortrag "alles Wissenswerte über Pferde erzählen". Abends werden alle Campteilnehmer am lodernden Lagerfeuer das Erlebte des Tages auswerten. Während die Eltern und Angehörigen im Stroh in der Scheune schlafen, verbringen die kranken Kinder die Nacht in den rustikalen Ferienhäusern des Reiterhofs.

"Auch steht ein Ausflug in den Wiesenpark mit einer Führung entlang der Gehege mit dem Leiter Björn Löffler auf dem Programm", nennt Stephan Maindok, Chef der Oschersleber CDU, eine weitere Aktivität. Die Idee, diese zwei Erholungstage auf dem Reiterhof zu veranstalten, ist bei der Benefizveranstaltung im September 2010 in der Shopzeile Storchshöhe gekommen. Die hatte Kerstin Hemschik mit 50 Helfern organisiert, um den jährlichen Finanzunterhalt des Elternhauses zu sichern. Erstaunliche 10270 Euro kamen damals an Spendengeldern aus der Bevölkerung sowie von Firmen und Vereinen zusammen.

Finanzieller Grundstock für die Mai-Erholungstage auf dem Reiterhof sind die Erlöse, die ein Glühweinstand zu Gunsten der krebskranken Kinder auf dem Oschersleber Weihnachtsmarkt im Vorjahr erbrachte. 600 Euro hatten die engagierten Helfer durch den Verkauf von Glühwein eingenommen. 300 Euro gingen direkt an das Elternhaus, die anderen 300 Euro stehen für die Ferientage zur Verfügung. "Für weitere Spenden sind wir dankbar", sagt Maindok. "Wir werden noch etliche Klinken putzen müssen, um Unterstützer zu finden", kündigt Kerstin Hemschik an. Einen haben sie schon gefunden. Der Oschersleber Italiener Giovanni Carra will für die Gäste kochen.

Auf die abwechslungsreichen Tage auf dem Reiterhof Behrens freut sich auch die kleine Johanna aus Schermcke. Das an Krebs erkrankte Mädchen wird in Oschersleben dabei sein.



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Copyright © Volksstimme 2014
Dokument erstellt am 2011-04-23 05:28:27
Letzte Änderung am 2011-04-23 05:28:27

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von barnane am 21.08.2014, 21:13 Uhr

Ohne es zynisch zu meinen (oder doch ?) : Die Altmark, unendliche Weiten. Sie befinden sich an einem Ort, den schon lange zuvor niemand mehr gesehen hat….dieses oder Ähnliches könnte man formulieren, schaut man in die Zukunft der Altmark, wenn die Bahn ihre "Pläne" so umsetzt, wie sie es zu tun gedenkt. Aber wenn dann die Autobahn gekommen ist, und sich in, na sagen wir mal 10 Jahren die ersten Großkonzerne wegen der niedrigen Immo-Preise und der sklavenartigen Löhne, weil es ja sonst keine andere Arbeit gibt, dort ansiedeln wollen, da werden sie mal sehen, wie schnell die Bahn da mitverdienen will. Und DA sollten sich die entsprechenden Kommunen dann aber auch nicht kleinlich in den Forderungen zeigen, wenn es um Durchfahrgenehmigungen durch ihr Territorium und dergleichen geht, soll heissen, es der Bahn dann mit gleichem Zoll zurückzahlen. Und wenn diese Bahn der Meinung ist, die Menschen an den Gleisen hier und jetzt hängen lassen zu können, weil "es sich gerade mal nicht lohnt", dann sollten die entsprechenden Gemeinden einmal prüfen, ob sie die momentane Nutzung der Flächen, auf denen die Gleise verlegt wurden, nicht doch irgendeiner wichtigeren Nutzung zuführen könnten, die dann eine Art Kompensation darstellen würden, z.B. billige Ansiedlung von oben schon erwähnten Konzernen zu nicht zu ignorierenden Angeboten auf eben diesen frei gewordenen Flächen und somit auch Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort. Dann bräuchte auch niemand mehr die Bahn , denn alle könnten mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuss zur Arbeit gehen….Oder aber, wie schon oben erwähnt: Die Altmark, unendliche Weiten...

von pupula am 20.08.2014, 20:45 Uhr

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