Oschersleben ( mg ). In China entschließen sich viele Menschen, den christlichen Glauben anzunehmen. Inzwischen gebe es etwa 100 Millionen Christen unter den Chinesen. Das wurde bei einem Vortrag von Michael Ragg am Dienstagabend im katholischen Vereinshaus deutlich. Der einstmals langjährige Pressesprecher des internationalen katholischen Hilfswerks " Kirche in Not " berichtete den 40 Gästen von seinen vier Reisen auf Chinas Festland und auf Taiwan. " Wir waren bei vielen Gottesdiensten – zu unterschiedlichen Uhrzeiten, auf dem Land und in der Stadt. Alles war überall gleich. Die Kirchen waren gerammelt voll. " Ragg zeigte anhand vieler Bilder auf, dass sich insbesondere Frauen dem Christentum zuwenden würden. Aber auch Männer schlossen sich dem Glauben an. Gründe dafür sieht Ragg vor allem darin, dass die neuen Gemeinden ein soziales Netz schaffen, in dem viele nach Gemeinschaft suchen. Andererseits sei unter Chinas Elite und Intellektuellen inzwischen Konsens, dass die christliche Tradition ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Aufstieg der westlichen Zivilisation war. Deshalb fördere sogar die Regierung die Erforschung des Christentums.