Wanzleben ( skr ). In der Stadt Wanzleben soll es künftig eine " Bürgersolaranlage " geben. Dabei wird Anwohnern, die kein eingenes Dach besitzen oder sonst keine Möglichkeit besitzen, Solarenergie zu erzeugen, eine Gemeinschaftsanlage zur Verfügung gestellt. Bürgermeisterin Petra Hort lädt zu diesem Thema alle Einwohner der Verwaltungsgemeinschaft " Börde " Wanzleben zu einer Bürgerversammlung ein. Diese soll am Dienstag, 24. November, um 19 Uhr im Rathauskeller der Stadt Wanzleben stattfinden. Dabei klärt die eingetragene Genossenschaft " Helionat " über das Projekt auf, die bereits ein solches Modell seit 2007 erfolgreich in Magdeburg betreibt.

Die Kommune stellt für die " Bürgersolaranlage " ein Dach zur Verfügung. Unter der Führung der Solargenossenschaft " Helionat " errichten mehrere Bürger darauf eine Photovoltaikanlage. Wenn die Anlage zur Stromgewinnung aus Sonnenenergie an das Stromnetz angeschlossen ist, fließt über 20 Jahre die gesetzliche Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz { EEG }. An diesem Projekt können sich die Bürger ab einem Betrag von 500 Euro beteiligen. Durch die Einspeisevergütung kann eine Photovoltaikanlage inzwischen kostendeckend betrieben werden. Bianca Krohn, kaufmännische Angestellte der Stadtwerke Wanzleben : " Die Vorteile einer solchen Bürgerbeteiligung liegen auf der Hand. Es wird eine attraktive Rendite erzielt. Gleichzeitig erfolgt eine hundertprozentige Rückzahlung der Beteiligung mit Marge regelmäßig über die Laufzeit. " Der erzeugte Solarstrom wird in das öffentliche Netz eingespeist und mit 20 Jahren gesetzlich vergütet. Die Bürger investieren ihr Geld sicher, ökologisch und gewinnbringend. Sie fördern außerdem regionale Handwerksfirmen und leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. "

DieersteBürger-Photovoltaikanlage soll auf dem Dach des Wohnblocks 6 c in der Lindenpromenade der Wanzleber Wohnungsgenossenschaft installiert werden. Der Aufbau könnte, wenn es nach der Bürgerversammlung genug Interessenten gibt, bereits im Frühjahr 2010 erfolgen.