Wanzleben / Hohendodeleben

( skr ). Zu einer Gruppenversammlung hat die Selbsthilfegruppe Wanzleben des Blindenund Sehbehindertenverbandes kürzlich Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben und Wanzleben eingeladen. Dabei ging es unter anderem um Gefahrensituationen bei Bränden. " Dabei haben wir zahlreiche Haushaltsgeräte vorgestellt, die Brände verursachen können ", erklärte Brandschutzerzieherin Andrea Drebenstedt. Dabei wurde auch auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die von dem Brandrauch ausgehen. Bei einem entstehenden Feuer ist dies die größte Gefahr, die oftmals unterschätzt wird. Gerade Sehbehinderte sind bei der rechtzeitigen Alarmierung auch auf die akustischen Rauchmelder angewiesen. Andrea Drebenstedt : " Aus diesem Grund hatten wir an diesem Tag auch Rauchmelder mitgebracht und diese ausprobiert. " Die Feuerwehrfrau sowie ihre Kameraden beantworteten aber auch Fragen zum Notruf und zur Verständigung mit der zuständigen Leitstelle sowie der Einsatzbereitschaft der lokale Freiwilligen Feuerwehren. Die Kameraden hatten neben Rauchmeldern auch ihre spezielle Einsatzbekleidung mitgebracht, damit die Verbandsmitglieder diese einmal ertasten konnten. " Um die Angst vor der Ausrüstung ein wenig zu nehmen, sind zwei unserer Kameraden mit der Atemschutzausrüstung durch die Reihen gegangen ", erklärte Andrea Drebenstedt. Dabei konnte jeder die Geräusche, die durch die Atemschutzausrüstung entstehen wahrnehmen und zuordnen. Auch der Einsatz einer so genannten Rettungshaube, mit der Menschen im Ernstfall durch ein verqualmtes Treppenhaus geführt werden können, wurde gezeigt und ausprobiert. Für die Mitglieder des Verbandes war dies eine sehr interessante Erfahrung, erklärte Andrea Drebenstedt später bei der Verabschiedung. " Uns war es wichtig zu vermitteln, wie sich die sehbehinderten und blinden Menschen im Notfall verhalten sollen. "