Der erste Schultag – ein aufregender Tag nicht nur für die Erstklässler, die dem Kindergarten entwachsen sind. An den vier Grundschulen in der Bodestadt wurden insgesamt 95 Jungen und Mädchen eingeschult. Nicht minder aufgeregt waren am Sonnabend die neuen Gymnasiasten, die feierlich in die neue Schule aufgenommen wurden.

Oschersleben. Reges Treiben rund um die Diesterwegschule. Am Sonnabend wurden hier 27 Abc-Schützen willkommen geheißen. Den Jungen und Mädchen, die auf zwei Klassen verteilt werden, bereiteten die Schüler der dritten Klassen einen musikalischen Willkommensgruß. Ganz gespannt schauten die Erstklässler zu. So gespannt, dass sie sich gar nicht trauten, gemeinsam mit den " Großen " zu singen und zu tanzen. Schulleiterin Dorothea Deike weiß auch, welche Gedanken den Eltern an so einem Tag durch den Kopf gehen.

Genau wie die Kinder nun eine völlig neue Situation meistern, sich an andere Kinder und an die Lehrer gewöhnen müssen, werden auch die Muttis und Vatis sich auf einen anderen Tagesablauf, auf eine neue Situation einstellen müssen. " Ich möchte eine tolle Schulkindmutti sein. Auch das werden sie lernen, genau wie ihre Kinder ", meinte die Schulleiterin. In den Schnupperstunden haben die Klassenlehrerinnen Christiane Schwannecke und Rosalinde Schröder bereits artige und f eißige Kinder kennengelernt. Während der Einschulungsfeier konnte die Schulleiterin auch berichten, dass sich die Schule für den Empfang der neuen Schüler, und nicht nur für diese, ordentlich herausgeputzt hat. Fleißige Handwerker haben den Klassenräumen und Fluren ein neues Gesicht gegeben. So durften die Abc-Schützen gespannt auf ihren neuen Klassenraum sein, den sie nur " alt " kennen. Auf die Frage von Dorothea Deike, was Handwerker sind, konnten die Kinder natürlich eine Antwort geben. Einige Muttis und Vatis verrieten, was sie einst in ihrer Schultüte hatten, ehe die eigenen Steppkes ihre prallgefüllten Tüten in Empfang nahmen. An der Diesterweg-Grundschule gibt es eine schöne Tradition : Die Schüler werden mit einer Brezel willkommen geheißen.

Und auch an den anderen Grundschulen in Oschersleben wird das Leben ab heute durch die neuen ersten Klassen in den Fluren lebendig gehalten : In die Puschkin-Grundschule kommen 23 Erstklässler, in die Goethe-Grundschule 26 und die Grundschule " St. Martin " begrüßt 19 Einschüler.

Eine liebevolle Einschulungsfeier haben am Wochenende auch die neuen fünften Klassen am Oschersleber Gymnasium erlebt. Sie sind zwar schon " alte Hasen " auf der Schulbank. Der Wechsel aufs Gymnasium ist dennoch ein neuer Abschnitt im Leben der Mädchen und Jungen. Insgesamt vier neue fünfte Klassen wurden mit einem kleinen Fest deshalb am Sonnabend offziell in der Schule begrüßt. Den 101 neuen Schülern gab Schulleiter Dr. Bernd Malkowski wie gewohnt warme Worte mit auf den Weg : " Wir wollen achtsam sein mit unseren Sinnen, mit unseren Wünschen, mit unseren Gefühlen, mit unserem Denken, aber vor allem mit dem Anderen und am meisten mit jedem Kind an unserer Schule. " Passend dazu lautet das Motto für das neue Schuljahr " Man muss einfach nur zuhören. " Denn die Musik dieser Welt, so Malkowski, ist all das, was die Menschen verbindet. Sie zu erkennen, ein Gefühl dafür zu bekommen, darauf komme es an.

Die neuen Schüler lauschten diesen besonnenen Worten betreten und schüchtern. Dann nahmen sie voller Freude kleine Schulzuckertüten und Blumen als Willkommensgruß entgegen. Die stolzen Eltern fotograf erten in diesen Momenten drauf los.

Ebenfalls im Programm : Die Schulband und der Chor der sechsten und siebenten Klassen mit beschwingten Liedern. Schließlich soll die Zeit am Gymnasium auf leichten Schritten beginnen. Der Weg zum Abitur ist noch weit und hält so manche Herausforderung bereit. Darauf jedenfalls verwies Alexandra Specht, die stellvertretend für die Schülerschaft einen Willkommensgruß sprach : " Bei mir steht das Abitur kurz bevor. Für euch muss dieses Wort noch befremdlich klingen. " Sie wünschte für dieses Schuljahr viel Glück und Erfolg. Und mit einem Satz hat sie den anwesenden Eltern wohl am meisten aus dem Herzen gesprochen, obwohl es auf ihre eigene Schulzeit gemünzt war : " Die Zeit verfiegt so schnell. "