Die Heimatstube Elbingerode öffnet nach der Winterpause ihre Pforten. Ab Donnerstag können Besucher wieder regelmäßig in die Geschichte der Stadt und der Region eintauchen.

Elbingerode l Den Frühjahrsputz haben die Mitglieder des Harzklub-Zweigvereins Elbingerode bereits vor Ostern hinter sich gebracht. Nun können die Besucher kommen. Ab Donnerstag öffnet die Heimatstube wieder regelmäßig ihre Pforten, wie Günther Breutel vom Harzklub mitteilt.

Der 75-jährige Elbingeröder betreut mit einer Gruppe engagierter Senioren die Sammlung im ehemaligen Wirtschaftsgebäude der Schule. Dieses hat der Harzklub in 1600 Stunden ehrenamtlicher Arbeit zu einem kleinen, aber feinen Heimatmuseum ausgebaut. In vier Abteilungen gibt es Informationen zur Stadtgeschichte, zu Handwerk, Bergbau und Landwirtschaft in der Region.

Viele Exponate kamen zunächst aus der Heimatstube in Benneckenstein. Weitere haben Harzklubmitglieder und andere Elbingeröder im Lauf der Zeit gesammelt, immer wieder kommt Neues hinzu - wie zuletzt eine Wanduhr mit hölzernem Rahmen. "Diese stammt höchstwahrscheinlich aus der in den 1950er-Jahren neu gebauten Schule Am Bleichenkopf", sagt Günther Breutel. Eine endgültige Bestätigung dafür gibt es zwar nicht - der Zeitmesser sei einer ehemaligen Lehrerin anonym an die Tür gehängt worden. Aber die Vereinsmitglieder waren sich einig, dass eine andere Herkunft nicht in Frage kommt.

Ein kleines Jubiläum steht in diesem Jahr an. Denn die Heimatstube, die im November 1999 eröffnet wurde, besteht bereits seit 15 Jahren. Gefeiert wird dies voraussichtlich beim Tag der offenen Tür im August, zeitgleich mit der Oldtimer-Ausstellung und dem Hoffest.

Mittlerweile haben viele Gäste der Heimatstube einen Besuch abgestattet. 540 Interessierte wollten im vergangenen Jahr die Ausstellung sehen. Insgesamt sind im Besucherbuch, das seit Bestehen der Einrichtung geführt wird, genau 11728 Gäste verzeichnet. Das Interesse habe allerdings nachgelassen, wie Günther Breutel feststellt. Deshalb sei die Öffnungszeit reduziert worden. Statt zweimal pro Woche ist die Heimatstube nur noch donnerstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Regen Zulauf bekommt die Heimatstube aber von den Kindern aus der Kindertagesstätte und der Grundschule. Die staunen immer wieder, wenn Günter Breutel ihnen Haushaltsgeräte und Werkzeuge aus alten Zeiten zeigt, die viele von ihnen noch nie gesehen haben.