Mit einem Doppelsieg für die Gastgeber in der Meisterklasse ist der 62. Harzer Jodlerwettstreit in Altenbrak am Sonntagabend zu Ende gegangen. Weniger Teilnehmer als gedacht und einige Regenwolken konnten der Brauchtumspflege nichts anhaben.

Altenbrak l Bis zum feuchten Ende haben zahlreiche Volksmusikfreunde aus nah und fern am Sonntag ausgehalten, um die Meister in der Kunst des Harzer Jodelns zu hören.

Unter Schirmen und in Regenmänteln bejubelten sie am frühen Abend die Harzer Spitzenjodler aus Heringen, Ildehausen, Sülzhayn, Elbingerode/Uthleben und Altenbrak. Die hatten sich zum Abschluss des Wettstreits ein für Kenner einmaliges gesangliches Duell geliefert. Die sechs Jurymitglieder aus sechs Harzorten erkannten beide Titelsiege den Lokalmatadoren zu.

Damit ist Andreas Knopf zum 35. Mal Harzer Jodlermeister. Er verwies allerdings nur ganz knapp die Konkurrenz auf die Plätze. Zweiter Sieger wurde Manfred Schmalbauch von der Folkloregruppe Sülzhayn, der nur einen Zehntelpunkt hinter Knopf lag. Dritter Meisterjodler 2014 wurde in Altenbrak Norman Reichardt von den vereinten Heimatgruppen Elbingerode/Uthleben. Bei den Damen holte sich Dany Weißkopf ihren sechsten Titel als Harzer Jodlermeisterin. Sie gehört wie Knopf zur Altenbraker Trachtengruppe.

Auf den Plätzen folgten bei den Damen Doris Schmidt vom Harzklub-Zweigverein Heringen auf Platz zwei und Anja Hoffmann von den Südharzmusikanten Hettstedt auf Platz drei. Nicht fürs Siegertreppchen, aber für einen beachteten vierten Platz in der Meisterklasse reichte der Auftritt von Katharina Deutsch aus Ildehausen.

Die ebenfalls von dort stammende vielfache Jodlermeisterin Marina Hein trat diesmal nicht an. Sie will aber, wie Harzklub-Gesamtvorsitzender Michael Ermrich in seinem Grußwort sagte, im nächstes Jahr wieder in der Meisterklasse antreten. Grüße und würdigende Worte für die Brauchtumspflege in Altenbrak gab es auch von Landrat Martin Skiebe (parteilos).

Begonnen hatte der Tag mit den Auftritten der Kinder und Jugendlichen sowie der Erwachsenen in der Normalklasse. Wobei viele nicht antraten. Sollten die anderswo niedergegangenen wolkenbruchartigen Regen der Grund für das Fernbleiben gewesen sein, so war das unbegründet. Denn in Altenbrak blieb die Waldbühne zumeist trocken. Und die Regenschauer in der Meisterklasse wurden von Akteuren und Publikum auch gemeistert.

 

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