Schierke (ksö) l Die Sandbrinkstraße in Schierke soll künftig "Am Winterbergtor" heißen. Dies hat der Schierker Ortschaftsrat in seiner jüngsten Sitzung mit einer Mehrheit von vier Stimmen beschlossen. Zwei Ratsmitglieder votierten dagegen, eines enthielt sich.

Im Zuge des Parkhausbaus habe sich gezeigt, dass die Bezeichnnung "Sandbrinkstraße" für den bisherigen Forstweg kein offizieller Straßenname sei. "Für Parkhaus und Schierke-Arena benötigen wir aber Hausnummern", erklärt Hans-Dieter Nadler, Chef des Wernigeröder Stadtplanungsamtes. Dazu müsse der neu gebaute Abschnitt zwischen Barenberg und Brockenstraße offiziell benannt werden. Der Name "Am Winterbergtor" leite sich von dem geplanten Sport- und Erholungsgebiet ab. Der Vorteil: Wer ins Navigationsgerät "Winterberg" eingebe, werde zum Parkhaus geleitet.

Da es in Wernigerode bereits den "Sandbrink" gebe, bestehe zudem Verwechslungsgefahr. Sollten Rettungsdienste versehentlich die falsche Adresse ansteuern, könnte dies fatale Folgen haben. "Die Sandbrinkstraße verschwindet nicht ganz aus Schierke", so Nadler. Der Forstweg solle ab Jugendherberge weiter so heißen.

Kein Problem hatte Roland Jung mit der Umbenennung. "Es erinnert nichts mehr an die alte Straße, sondern es ist etwas vollkommen Neues", sagte das Ortschaftsratsmitglied. Bürgermeisterin Christiane Hopstock (CDU) hingegen kritisierte die Umbenennung. "Man sollte die Tradition nicht vergessen", sagte sie in der Sitzung. Viele alte Schierker seien von dem neuen Namen nicht begeistert.