Wernigerode/Schierke l Dass das Schierker Parkhaus für Fahrzeuge bis zu zweiMeter Höhe konzipiert wurde, ist keine Panne, sondern ganz bewusst so geplant worden, sagt Wernigerodes Bauamtsleiter Jörg Völkel. "Wir haben Preis und Leistung abgewogen und uns ganz bewusst für diese Konstruktion entschieden. Eine Abweichung hätte einen Systembau verhindert und wesentlich höhere Kosten verursacht", sagt er im Volksstimme-Gespräch. Wie viele Autos aufgrund ihrer Karosseriehöhe oder einer Dachbox nicht in das Gebäude fahren dürfen, werde in einem Testjahr geprüft und so ein konkreter Bedarf ermittelt.

Völkels Vermutung: Vor allem Mehrtagestouristen und Wintersportler nutzen Dachboxen, um Ski und Gepäck zu transportieren. Das Parkhaus an der Sandbrinkstraße werde jedoch vor allem von Tagestouristen angesteuert. "Urlauber, die länger bleiben, nutzen die Stellflächen der Hotels."

Jörg Völkel rechnet erst in zwei Jahren mit einem Ansturm der Wintersportler, da das Skigebiet nicht vor 2016/17 realisiert werde. Der Winter mache ohnehin nur einen kleinen Teil der Ganzjahresnutzung aus. Autos, die aufgrund ihrer Höhe nicht in das Parkhaus fahren können, werde es geben. Welche Fahrzeuge das betrifft, könne er nicht sagen. Bei 40 gängigen Automarken mit jeweils 20 Typen sowie 100 verschiedenen Dachboxvarianten mit vielfältigen Trägersystemen ergebe sich eine extreme Vielfalt. Zu große Fahrzeuge können zunächst auf dem bestehenden Parkplatz am Thälchen abgestellt werden. Der Platz reicht für 70 Autos aus. Für die Zukunft strebe die Verwaltung eine konsequente Verkehrsführung zum Parkhaus an. "Wir werden anhand des Bedarfs prüfen, ob eine weitere Parkfläche neben dem Parkhaus ratsam ist", so Völkel. "Bei 46 Hektar, die wir für das Skigebiet benötigen, fallen weitere 1000 Quadratmeter für einen Parkplatz kaum ins Gewicht."