Erstmals hat die neue Glocke in Trautenstein zur Jubiläumskonfirmation geläutet. Das Fest gilt mit 40 Gästen als rekordverdächtig. Ebenso die zweimal gefeierte eichene Konfirmation - für die Segnung vor 80 Jahren.

Trautenstein l Derzeit häufen sich die Premieren in der kleinen evangelischen Kirchengemeinde St. Salvator in Trautentein.

Gerade erst wurde eine der restaurierten Glocken feierlich in Dienst genommen, da läutet diese schon zu einem besonderen Fest: 40 Jubilare sind in die Bergkirche gekommen, um ihrer Konfirmation vor vielen Jahren zu gedenken. Allein die große Gästezahl sei für Trautenstein bemerkenswert, sagte mancher, als Pfarrer Stefan Gresing die Festgäste willkommen hieß. Die Art der Jubiläen aber sei ganz bestimmt einzigartig.

Denn neben 31 goldenen und sechs diamanten Konfirmanden, die vor 50 und 60 Jahren konfirmiert wurden, gab es zweimal die eiserne Konfirmation (nach 70 Jahren) und zweimal sogar die eichene Konfirmation, die erst ab 80 Jahre "danach" gefeiert wird.

Betti Roick aus Trautenstein ist 1934 konfirmiert worden, Anna Müller aus Tanne sogar noch zwei Jahre früher, vor 82 Jahren. Beide Oberharzerinnen feierten gemütlich und munter im großen Kreise mit.

Der Festtag begann mit einem Spaziergang durch Trautenstein, das sich vielerorts positiv verändert habe, wie es hieß. Dem Kirchgang folgte eine Kaffeetafel mit Plausch und vielen Erinnerungen. Für die Organisation des Festes durch Brunhilde Kuhn, Doris Paul und Heidrun Meyer, ebenfalls Jubilare, dankten die Gäste mehrfach herzlich.

Besonders begrüßt wurde in der Runde Anneliese Johansson, Tochter von Walter Schröter, der bis 1960 Trautensteins Pfarrer war. Eine weitere Premiere gab es nebenbei zu diesem Fest für den Pfarrer. Er habe die Jahreszahl für eine eichene Konfirmation nachschlagen müssen, sagte Stefan Gresing: "So etwas ist mir noch nicht vorgekommen."

   

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