Hintergrund

Geöffnet hat der Harzer Erlebnisbauernhof Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr, Montag und Mittwoch von 15 bis 16.30 Uhr sowie nach Absprache.

Nach Voranmeldung können Schulklassen und Kindergruppen hier spannende Projekttage rund um das Leben auf dem Bauernhof erleben.

Wer Interesse an einem Tag auf dem Erlebnisbauerhof hat, kann sich bei Hans Klingner unter info@erlebnisbauernhof-harz.de melden.

Mehr über das Angebot finden Interessierte auf www. erlebnisbauernhof-harz.de

Die Sine Cura Schule Quedlinburg und die Förderschule Wienrode haben mit einem Erlebnisbauernhof in Blankenburg eine Partnerschaft vereinbart. Gemeinsam wollen sie Kinder für Berufe in Land- und Forstwirtschaft begeistern.

Blankenburg (jmü) l Gut ein halbes Jahr nach der Eröffnung des Harzer Erlebnisbauerhofs im Blankenburger Finkenweg hat sich das Angebot rund um Landwirtschaft zum Anfassen herumgesprochen. Immer mehr Familien, Kindergartengruppen und Schulklassen verleben dort spannende Projekttage. An verschiedenen Erlebnisstationen lernen sie Tiere und Arbeiten auf dem Bauernhof spielerisch kennen. Die Idee dazu hatte Hans Klingner vom Verein Pferdesport- und Naturfreunde Blankenburg. Unterstützung erhält er von den Vereinskollegen, vielen ehrenamtlichen Helfern und der Kommunalen Beschäftigungsagentur Harz (KoBa).

Die KoBa unterstützt das ehrgeizige Projekt mit neun geförderten Mitarbeitern, unter anderem mit Mitteln des Landesförderprogramms "Aktiv zur Rente plus". "Sie helfen bei Themen-Veranstaltungen oder beim therapeutischen Reiten, dass der Verein für körperlich und geistig behinderte Kinder anbietet", teilte die KoBa mit. Aber auch die Wissensvermittlung ist ein wichtiges Ziel des Erlebnisbauernhofs. "Kinder wissen heute nicht mehr, wo ein Huhn oder ein Schwein herkommen. Da diese Themen auch im Heimatkundeunterricht oft nur theoretisch vermittelt werden, haben wir uns bereit erklärt, die Idee des Vereins zu fördern und das Leben auf einem Bauernhof anschaulich darzustellen", erklärt Kerstin Timpe von der KoBa.

"Wir versuchen Kindern ein bisschen Spaß zu bereiten und ihnen etwas über die Landwirtschaft beizubringen."

"Ein Kind hat mich mal gefragt, wo die lila Kuh ist", schmunzelt Mitarbeiter Michael Ernst. Er und seine Kollegen leisten hier echte Aufklärungsarbeit. "Außerdem versuchen wir den Kindern ein bisschen Spaß zu bereiten und ihnen etwas über die Landwirtschaft beizubringen." Auch Berufe in der Land- und Forstwirtschaft stellt der Verein auf seinem Gelände vor. Die Förderschule Wienrode und die Sine Cura Schule aus Quedlinburg nutzen diese Angebote für ihre Schüler regelmäßig. Ein Mitte März unterzeichneter Kooperationsvertrag bekräftigt die weitere Zusammenarbeit im Rahmen der Berufsorientierung.

Um auch alten und gefährdeten Nutztierrassen eine Zukunft zu geben, hat sich Klingner zudem zum Ziel gesetzt, den Harzer Erlebnisbauernhof noch in diesem Jahr als Nutz- tierarche anerkennen zu lassen. Vier der fünf dafür benötigten Tierrassen wohnen schon auf dem Hof. Zur den Orpington Hühnern, den deutschen Riesenkaninchen und der Braunen Harzziege kamen kürzlich zwei Wollschweine hinzu. Die plüschigen Ferkel waren eine Spende der schulfachlichen Referentin des Landesschulamtes, Birgit Kayser. "In einer Welt, in der viele nur noch mit digitalen Medien aufwachsen, ist ein Ort wie dieser wichtig, um Kindern die Natur wieder ein Stück näher zu bringen". Das zeigt sich, wenn es Hofkatze "Hexe" gelingt, auch die technikverliebtesten Kids von ihrem Handy aufblicken zu lassen, um Streicheleinheiten einzufordern. Oder wenn die Kinder staunend vor frisch geschlüpften Küken stehen.

Auf dem Bauernhof fühlen sich aber auch Schweine, Ziegen, Hühner, Kaninchen, Pferde, Lama, Tauben und viele mehr pudelwohl.

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