Ein schwerer Verkehrsunfall mit Vollsperrung der B6 hat gezeigt, wie wichtig eine ausgeschilderte Umleitung ab Abfahrt Abbenrode in Richtung Braunschweig/Goslar ist. Diese wird es aber vorerst nicht geben.

Abbenrode l Ein Szenario ist am Karfreitag Wirklichkeit geworden. Wegen eines schweren Verkehrsunfalls mit sechs Schwerverletzten wurde die Bundesstraße 6 in Richtung Goslar/Braunschweig hinter der Abfahrt Abbenrode gesperrt. Die kleine übliche gelbe Hinweistafel mit dem Buchstaben U für Umleitung gibt es an dieser Ausfahrt nicht. Also wie weiter?

Während Autofahrer mit Ortskenntnissen in Abbenrode die Kreisstraße 28 nutzten und in sechs Minuten auf der A 395 Richtung Braunschweig/A2 waren, irrten viele andere durch den kleinen Nordharzort unmittelbar an der Grenze zu Niedersachsen. "Verzweifelt fragten sie Einwohner nach dem Weg und baten um Hilfe", erinnert sich Andreas Weihe. Er selbst sei Augenzeuge des Verwirrspiels gewesen, vor dem er unlängst gewarnt hatte.

Auf einer Informationsveranstaltung zur möglichen Herabstufung der K 28 zu einem Feldweg durch die Kreisverwaltung Goslar habe Andreas Weihe auf den Misstand aufmerksam gemacht, dass es im Bereich Abbenrode-Vienenburg von der B6 aus keine ausgeschilderte Umleitung gibt. Die Kreisstraße 28 wäre, vorausgesetzt sie wird in Niedersachsen ausgebaut, eine optimale Unleitungsalternative. Doch zurzeit sei sie - wie die Straße nach Lochtum - in einem desolaten Zustand. Obendrein sind beide Straße für den Schwerlastverkehr gesperrt. So mussten im Fall der Vollsperrung die Lkw zurück nach Stapelburg und dann weiter über Bad Harzburg zur B 6 oder A 395. Dafür fehlen Abbenrode ebenso die Hinweise.

An all dem wird sich vorerst nichts ändern. Auf Volksstimme-Nachfrage beim zuständigen Landesbaubetrieb in Halberstadt hieß es, dass auf der B6, Abfahrt Abbenrode, die sogenannten Bedarfsumleitungsschilder deshalb fehlen, ", weil es keine geeigneten Umleitungsstraßen dafür gibt", so Hilmar Klitz, Fachbereichsleiter für Straßenbau.

Trotzdem, ein Trost bleibt den Abbenrödern: Auf der Informationsveranstaltung in Wennerode sicherten Verantwortliche aus Goslar zu, dass die Kreisstraße 28 bleibt, was sie ist und die Fahrbahn am direkten Übergang zum gut ausgebauten Abschnitt im Harzkreis ausgebessert werden soll.

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