Braunlage (tk). Der Wurmberg soll zum Tourismusmagneten werden – und das sommers wie winters.

Wie die Goslarer Kreisverwaltung mitteilte, habe die Wurmbergseilbahn GmbH & Co. KG ihre sogenannte Projektskizze für den Ausbau der touristischen Angebote vorgestellt. Das alpine Skigebiet soll bis Dezember 2012 deutlich aufgewertet werden. Insgesamt sollen 7,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2015 investiert werden. Dabei sind ein neuer Vierer-Sessellift am "Kaffeehorst" sowie verschiedene Skipisten (Carving-Strecke, Steilhang und Übungsareal) geplant. Vorgesehen ist, eine 1200 Meter lange "mittelschwere" Skipiste mit Flutlicht vom Gipfel bis zum "Kaffeehorst" anzulegen sowie die vorhandenen Pisten (Abfahrt an der Seilbahn, "Hexenritt" und "Nord – früher "Orange" zu verbreitern; ebenso soll der "Kaffeehorst" mit einer Flutlichtanlage ausgestattet werden. Dort sind außerdem eine Vergrößerung des Parkplatzangebotes und ein spezielles "Rodelangebot" vorgesehen: Auf einem Reifen sollen die Besucher einen Hang hinunter rodeln können, neudeutsch als "Snowtubing" bezeichnet – mit dem Angebot, dass der Reifen per Lift die Bergfahrt bewältigt.

Im Zeichen des Klimawandels sollen auf dem maximal 971 Meter hohen Wurmberg – immerhin die höchste niedersächsische Erhebung – "leistungsfähige Beschneiungsanlagen" für "Schneesicherheit" sorgen. Mit Hilfe dieser Schneekanonen sollen Pisten auf 13,7 Hektar angelegt werden.

Den Wasserspeicher dafür liefert ein künstlicher Bergsee mit einer Ausdehnung von 5000 Quadratmetern. Laut "Goslarscher Zeitung" soll dort eine Gastwirtschaft mit Biergarten gebaut werden, zudem sollen Tret- und Ruderboote fahren und eine Tauchbasis entstehen. Zum Sommerangebot werde ebenso ein "Zip-Rider" gehören, mit dessen Hilfe man an einem Seil über den Wurmberg "fliegen" könne. Das Projekt "Wurmberg 2015" sollen ein Tipi-Camp, ein Iglu-Dorf und der Ausbau des Wurmbergturms komplettieren. Laut Goslars Landrat Stephan Manke (SPD) werde davon nicht nur Braunlage, sondern die gesamte Harzregion profitieren.