Wenn Bäume erzählen könnten, heißt es ja manchmal, in Benneckenstein tun sie es : Bürger pflanzen dort persönliche Bäumchen als Dank oder Zeichen für Familienereignisse. Acht neue kamen gerade hinzu.

Benneckenstein ( jko / bfa ). Der Bürgerpark am Rappenberg nahe der Stadt wächst und wächst. Seit dem Wochenende hat er acht Bäume und zwei Anschauungstafeln mehr.

Diese schließen eine Lücke zwischen dem Schullandheim " Dreiländereck " und dem Grenzweg am Grünen Band, verbinden quasi Kleintier- und Vogelschutzhecken sowie den Kräuterlehrpfad. Das Areal gehört zum interaktiven, multifunktionalen Sport- und Erlebnispfad. Er werde Stück um Stück weiter ausgebaut, hebt der Leiter auch dieser Aktion, Frank Weiner vom Schullandheim " Dreiländereck ", hervor. Er begrüßt an diesem nebligen Sonnabendmorgen die Teilnehmer der jüngsten Pflanzaktion und führt den recht großen Trupp zum Pflanz-ort. Unterwegs enthüllt Weiner gemeinsam mit Jutta Emmerlich-Seidlitz, der Eigentümerin des Geländes, zwei neue Tafeln. Sie geben Wanderern Auskunft über Insekten, Kleintiere und Pflanzen. Kulturell umrahmt von der Trachtengruppe des Harzklubs geht es ans Baumpflanzen. Einheimische und Gäste spenden schon seit geraumer Zeit aus ganz persönlichem Anlass Bäumchen dafür. Diesmal sind zum Beispiel Thomas und Steffi Grupe dabei, die anlässlich ihrer Hochzeit eine Silberweide in die Erde bringen. Eine Sandbirke und eine Kiefer pflanzen Norbert und Cornelia Stuth aus Nordhausen. Sie sind seit vier Jahren im Benneckensteiner Crossgolfclub " Harzluchse " aktiv und zeigen so ihre Verbundenheit mit der Stadt.

Lehrerin Christina Walter wiederum nimmt die Geburt bzw. die Einschulung ihrer beiden Enkel zum Anlass, eine Eberesche zu pflanzen. An ihr können die heranwachsenden Enkel später einmal stehen und an diese Spende denken.

Bauunternehmer Frank Toepel aus Magdeburg, seit zwei Jahren in Benneckenstein ansässig, schlägt weiter Wurzeln mit der Pflanzung einer Hainbuche. Kersten und Daniela Beulich pflanzen anlässlich ihrer Hochzeit einen Spierling. Daniela Beulich war an der Benneckensteiner Grundschule drei Jahre als Lehrerin tätig.

Baum Nummer sieben, ein Spitzahorn, kommt von Axel und Uschi Meißner anlässlich ihrer Silberhochzeit. Und Frank Weiner selbst setzt ein Walnussbäumchen - als Dankeschön der Trachtengruppe.

Stecklinge für einen

lebenden Pavillon

Ein Dank ergeht auch an die Reddersen-Stiftung und den Hauptvorstand des Harzklubs sowie an Familie Seidlitz für die Unterstützung. Zum Abschluss wurde aus Weidenstecklingen ein Meditationspavillon angelegt, der nun wachsen kann. Nächstes Jahr soll eine Streuobstwiese entstehen, und wer Ideen hat, könne sich gern an der Gestaltung dieses neuen Erholungsgebietes der Stadt beteiligen, lädt Frank Weiner ein. Infos :

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