Das Honigbrötchen gehört für viele zum Frühstück wie der Kaffee oder die Tageszeitung. Der beliebte Brotaufstrich wird auch im Harz hergestellt. Zum 5. Tag der deutschen Imkerei am kommenden Sonntag in Darlingerode steht die Honigerzeugung im Mittelpunkt. Die Harzer Volksstimme besuchte schon vorab den tüchtigen Imker Werner Förster.

Darlingerode. " Eigentlich betreibe ich dieses Hobby nur zum Spaß, denn leben kann man davon nicht ", sagt Werner Förster gegenüber Volksstimme auf einem Rundgang durch seinen Garten. " Aber wir merken schon, dass Konsumenten heute bewusster auf Bioprodukte setzen ", so der Hobbyimker. " Honig vom Imker ist heute sehr gefragt. "

Auf seinem Hof hält der Darlingeröder seit 15 Jahren Bienenvölker. " Ich bin mit der Natur schon von Berufs wegen eng verbunden. Zudem interessierte mich schon früh die Biologie dieser Insekten und ihr komplexes Sozialverhalten ", begründet Förster seine Leidenschaft.

Auf dem verschlungenen Weg vorbei an einem kleinen Teich und großen Tannen auf seinem Grundstück, wird das charakteristische Summen der Bienen allmählich lauter. Vorbei an Kaninchenställen und einem kleinen Geräteschuppen, dann die große Überraschung : nicht ein, sondern gleich 15 Bienenvölker finden auf dem großzügig angelegten Gelände des Darlingeröders Platz. Die arbeitsamen Bienen fliegen ständig in kleinen Schwärmen aus den selbstgebauten Kästen, sammeln die für die Honigproduktion nötigen Pollen und tragen den wichtigen Rohstoff in den sogenannten Staat. Dort angekommen, lagern die emsigen Insekten ihr Futter in kleinen Waben ein, wo er nach und nach von den Arbeiterinnen in Honig umgewandelt wird.

" Was man bei der Imkerei in erster Linie beachten muss, ist, dass sich die Bienen nicht an unser Kalenderjahr halten. Das Bienenjahr beginnt im August und endet im Juli des nächsten Jahres. Dann nämlich, wenn die große Blütenzeit vorbei ist ", weiß Werner Förster. Der Profigärtner weiter : " Im Grunde wartet der Imker darauf, dass die Arbeiterinnen im Stock ihre Winterration anlegen. Diesen Honig entnehme ich dann. Als Ersatz bekommen die Bienen einen künstlichen Flüssigzucker serviert. "

Weiter auf dem Weg durch den paradiesischen Garten des Darlingeröders entdecken aufmerksame Beobachter immer wieder Arbeiterbienen die fleißig den Nektar aus Blüten aufsaugen. Und das natürlich nicht nur auf den 3 000 Quadratmetern des Landschaftsplaners, sondern auch nebenan. " Meine Nachbarn haben sich mit meinem Hobby arrangiert. Aber wie viele Bienen hier herumschwirren, will ich nicht verraten. Sonst wird dem Einen oder Anderen vielleicht doch Angst und Bange ", schmunzelt der Darlingeröder. " Ich freue mich schon auf den Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen am Sonntag ", sagt Werner Förster.

Dann laden die Mitglieder des Imkervereins Wernigerode rund um Vorstand Wilfried Götze zum 5. Tag der deutschen Imkerei nach Darlingerode ein. Hier können sich Interessierte rund um die Themen Honigbiene und Imkerei informieren. Wissenswertes gibt es aber auch für Imker, die hier die Gelegenheit haben, zu sehen wie die Kollegen mit ihren Völkern leben und arbeiten. " Kernpunkt der Veranstaltung ist auch in diesem Jahr wieder die Waldschänke in Oehrenfeld. Hier präsentieren wir neben einem kleinen Marktstand mit allerlei Bienenprodukten auch Jungköniginnen und einen Bienenstock in einem Schaukasten ", erklärt Wilfried Götze. Für das leibliche Wohl sorgt das Team der Waldschänke. Los geht ‘ s aber schon 10 Uhr auf dem Gelände von Vereinsmitglied Werner Förster. Der Imker präsentiert seinen idyllischen Garten und seine Bienenvölker.

Der 5. Tag der deutschen Imkerei ist ein Tag rund um eins der fleißigsten Lebewesen auf unserem Planeten - und ein interessanter Termin für kleine und große Insektenliebhaber. " Wir wenden uns vor allem an Schulklassen und Kindergärten, die hier viel über Biene Maja und Co. lernen können ", erklärt Wilfried Götze vom Verein. Wichtiges und Interessantes rund um die Biene gibt ‘ s zum Nachlesen schon mal im gelben Infokasten rechts.