Dem Harzklub ist es in enger Verbindung mit den Niedersächsischen Landesforsten gelungen, einen reizvollen Wanderweg anzulegen. Seit dem 15. Mai verbindet der Försterstieg nun die altehrwürdige Kaiserstadt Goslar mit dem Bergdörfchen Riefensbeek-Kamschlacken.

Goslar/Wernigerode. Der neue Wanderweg trägt den Namen Försterstieg und führt 60 Kilometer über den Harz. Nicht über Landstraßen, sondern von Goslar aus über Höhen und Täler des Mittelgebirges bis zum Bergdörfchen Riefensbeek-Kamschlacke, vorbei an der Grane-, Innerste und Söse-Talsperre.

Entlang der Wanderstrecke informieren Schautafeln über landschaftliche und volkskundliche Besonderheiten der Region, die hiermit auf mehr Touristen hofft. Das Logo der 500 Harzklubschilder zeigt ein Eichenblatt, weiterhin haben Harzklub-Zweigvereinsmitglieder 1000 Wegemarken gut sichtbar angebracht und zudem 20 rustikale Ruhebänke aufgestellt.

Zur Eröffnung auf der "Brombergshöhe", hoch in den Bergen zwischen Lautenthal und Wildemann, hatten sich am Sonnabend um 12 Uhr etwa 100 Wanderfreunde eingefunden, darunter der 1. Harzklub Hauptvorsitzende, Dr. Michael Ermrich, und der Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, Dr. Klaus Merker. Dabei waren auch Mitglieder des Harzklub-Hauptvorstandes wie Christoph Steingaß und Karsten Pfeiffer als die "Architekten" vor Ort sowie eine Menge Vertreter aus Verwaltung und Wirtschaft. Alle Festredner lobten das Projekt, das zu 80 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wurde. Beiläufig wurde es auch der "Rennsteigweg des Harzes" genannt.

Dass die Region mit dem "Försterstieg" auf mehr Touristen hofft, wurde offen ausgesprochen, ebenso die Leistung der Menschen gewürdigt, die mitgeholfen hatten, diesen Weg so anzulegen, dass er gut begehbar und zudem landschaftlich so reizvoll ist.

Rennsteig des Harzes

Gelegenheit ist zudem gegeben, das Augenmerk auch auf das "Löwe-Programm" zu richten, die langfristige ökologische Waldentwicklung im Harz. Sie wird seit 1993 kontinuierlich durch die Niedersächsischen Landesforsten umgesetzt. Die Zweigvereine der Arbeitsgemeinschaften I (Nord-Harz) und V (Südwest-Harz) des Harzklubs engagierten sich bei der Wegeplanung besonders.

Neben dankenden Worten der Hauptverantwortlichen war die offizielle Freigabe des Weges mit Durchsägen eines Fichtenstammes ein weiterer Höhepunkt. Berittene Forstbeamte begleiteten die Zeremonie. Für hungrige Wanderfreunde wurden rustikale Stärkungen geboten. Trotz heftigem Schneegestöbers war die Stimmung gut. Das Geschehen wurde von einem Fernsehteam des NDR aus Hannover aufgezeichnet.

Bleibt festzustellen, im Harz wird in Bezug auf qualifizierte Wanderwege heftig aufgerüstet. Am Sonnabend, 19. Juni, folgt die nächste Eröffnung, die des "Harzer Baudenstiegs". Ausflugstätten von Bad Grund bis Walkenried sind durch diesen neuen Pfad verbunden.