Meseberg l Zum 235. Friedensweg hat sich die Bürgerinitiative "Offene Heide"am Sonntag Nachmittag in Meseberg getroffen. Die Teilnehmer gehen seit dem 1. August 1993 an jedem ersten Sonntag im Monat in die Heide. "Wir sind für die zivile Nutzung der Heide und gegen die Stationierung der Bundeswehr in diesem Gebiet", formuliert Mitbegründer Helmut Adolf das Ziel, "mit unserem Friedensweg nehmen wir sie Stück für Stück symbolisch in Besitz und füllen sie mit friedlichem Leben." Monat für Monat kommen Menschen aus der Region, aus Niedersachsen, dem Harz, aus Gardelegen, Schönebeck und Brandenburg zusammen. "Wir wollen Präsenz zeigen, nicht locker lassen", sagt Helmut Adolf. Gestern kamen 55 Aktivisten.

Frigga Conrad aus Gardelegen ist von Anfang an dabei und hat eine klare Begründung, warum sie sich seit beinahe 20 Jahren immer wieder auf den Weg macht. Die 75-Jährige sagt: "Ich bin grundsätzlich gegen den Krieg und gegen Militarismus." Andere Teilnehmer des Friedensweges hatten mehr als die Entmilitarisierung der Heide im Blick. Frauen hatten Banner ausgerollt und forderten darauf das Ende des Krieges in Afghanistan. "Zivil helfen", war eine weitere Forderung. Zu Beginn des Friedensweges nahm Joachim Späth von der Bürgerinitiative das Mikrofon in die Hand und wies auf die Ostermärsche hin. "Wir starten am 1. April in Dolle", verkündete er. Nach dem vier Kilometer langen Weg am Sonntag stand ein Vortrag zur Schnöggersburg auf dem Programm. Bei jedem Friedensweg ist die hölzerne Skulptur mit dem Namen "Abwehr" dabei, eine Frau, die abwehrend ihre Hand erhebt.