Zufrieden hat sich Peter Nawrath, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Barleben, mit dem Zuspruch auf den jüngsten Blutspendetermin in der Sekundarschule Barleben gezeigt. 69 Spender hatten sich trotz Sommerferien eingefunden, um Blut zu spenden. 13 von ihnen hingen das erste Mal an der Nadel.

Barleben l Peter Nawrath, Vorsitzender der DRK-Ortsgruppe Barleben, zeigt sich nach dem Blutspendetermin am Dienstag völlig überrascht von dem Zulauf: "Jedes Jahr zur Urlaubszeit werden bekanntlich die Konservenbestände knapp, weil die vielen Spender in den Ferien sind. Diesmal ist alles, zumindest in Barleben, anders, weil bedeutend besser."

Am Dienstag in der Zeit von 16 bis 20 Uhr kamen sage und schreibe 69 Bürger, darunter auch 13 Erstspender, in die Aula der Sekundarschule in der Feldstraße zur Blutspende. "Urlaubszeit ist Reisezeit, das weiß auch der ADAC", signalisierte Joerg Landmann, Vorsitzender des Verkehrsclubs Ohrekreis. "Da viele Leute schon im Urlaub sind, so dachten wir im Vorstand, mobilisieren wir ganz bewusst unsere eigenen Mitglieder."

Wie der verdienstvolle Vorsitzende, seit Jahren ein gern und oft gesehener "Stammgast" bei der Blutspende in Barleben, betonte, war nicht viel Überzeugungsarbeit notwendig, "denn am vergangenen Sonnabend feierten wir das 15-jährige Bestehen des ADAC-Verkehrsclubs, standen somit gewissermaßen in der Pflicht."

Fast der gesamte Vorstand kam zum Blutabnehmen

Insgesamt sechs Mitglieder, darunter fast der gesamte Vorstand, kamen nach Barleben zur Blutspende. "Ein gutes Gefühl", so versicherte Joerg Landmann anschließend, "um jetzt selbst beruhigt in den Urlaub fahren zu können."

Wie der Fachmann aus eigener Erfahrung weiß, verschärft die Situation zusätzlich durch den größeren Bedarf an Blutkonserven gerade zur Reisezeit. "Denn mit dem stärkeren Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen nimmt auch die Zahl der schweren Unfälle zu. Vor allem während der großen Reisewellen zu Beginn und Ende der Schulferien ist dies der Fall."

Anschubhilfe, was die (Rekord)Zahl der Spender betraf, gab es am Dienstag aber auch durch die EKF-diagnostic GmbH Barleben. Wie Peter Nawrath gegenüber der Volksstimme erläuterte, hat das Unternehmen, das Blutmessgeräte für Sportler und Mediziner produziert, einen Wettbewerb ausgeschrieben. Mit der Aktion "Mein Blut meiner Mannschaft" will es einerseits Bürger animieren zu spenden und dabei gleichzeitig etwas für die Förderung von Jugendsportgruppen tun.

Erste Spenden für Handballclub

In diesem Fall bedeutet das, dass jene Kinder- und Jugendmannschaft (jeweils eine pro Verein), die die meisten Blutspender rekrutiert, 1000 Euro für die Vereinskasse erhält. Der Start für den Barleber Handballclub, der sich ebenfalls für das lukrative Preisgeld beworben hat, war beachtlich. Wie Peter Nawrath noch am Dienstagabend nach 20 Uhr verkünden konnte, ließen allein 34 der 69 Spender ihr Blut für die Barleber Handballer gutschreiben.