Die Jugendfeuerwehr in Wolmirstedt ist gut in das neue Jahr gestartet: Mit drei neuen Mitgliedern ist die Anzahl an Nachwuchsfeuerwehrmännern mit 17 höher als in den vergangenen Jahren.

Wolmirstedt l Eine starke Mannschaft stellt die Jugendfeuerwehr in Wolmirstedt. Und das, obwohl es bald mehr Mädchen als Jungen im Team gibt, wie Jugendwart Sebastian Sommer mitteilt. Waren es zum Ende des Jahres 2013 "lediglich" 14 Mitglieder in der Jugendwehr, sind es seit Anfang 2014 nun 17. Die drei Neuen sind Mädchen und darauf ist Sebastian Sommer auch stolz: "Lisa-Vanessa, Theresa und Leja sind hochmotiviert und wollen am liebsten alles auf einmal machen. Die Jacken und Helme, die wir für unsere Jugend haben, wollen sie gar nicht mehr ausziehen."

Nach drei Wochen auf Probe haben die Mädchen ihre Mitgliedsanträge ausgefüllt und werden kommende Woche endgültig Teil des jungen Teams sein.

17 Mitglieder - das gab es seit 2010 nicht mehr. Dass sich so viele Kinder und Jugendliche für die Feuerwehr entscheiden, liegt laut dem stellvertretenden Jugendwart René Hoffmann auch daran, dass die Jüngsten bei den wöchentlichen Dienstabenden auch "mal abschalten" können. "Neben den Übungseinsätzen, bei denen wir den Kindern beibringen, wie ein Feuerwehrmann arbeitet, unternehmen wir auch andere Dinge mit ihnen. Wir spielen Fußball oder gehen Schwimmen", erzählt der 35-Jährige.

Immer freitags von 16 bis 18Uhr (im Sommer bis 18.30Uhr) treffen sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr am Standort der Wolmirstedter Feuerwehr im Bauernweg 25. 10 bis 15 Jahre alt sind die kleinen Nachwuchsfeuerwehrmänner. Und viel zu Lernen gibt es für sie auch: "Die Jungs und Mädels müssen beispielsweise eine Einsatzstelle ausleuchten können. Dazu simulieren wir einen Verkehrsunfall. Die Kinder sollen sich dann selbst die benötigten Geräte wie Scheinwerfer beim Maschinisten holen und richtig aufstellen" erklärt Hoffmann. Nach den Übungen werde dann immer ausgewertet, ob der "Einsatz" erfolgreich war. "Und manchmal stellen sich die Mädchen geschickter an als die Jungs", sagt der stellvertretende Jugendwart und lächelt.

Auch Menschen- oder Tierrettung und technische Hilfeleistung werden mit den jungen Feuerwehrleuten geübt. "Sie sollen auf den Ernstfall vorbereitet werden", so Jugendwart Sebastian Sommer. Ab 18 Jahren darf der Nachwuchs dann bei den erwachsenen Feuerwehrmännern mitfahren, wenn diese zu einem Einsatz müssen.

"Wir sind stolz auf den Nachwuchs", sind Hoffmann und Sommer einer Meinung. Sie brennen für ihre Schützlinge, wollen ihnen bei Problemen helfen und eine interessante Zeit bei der Jugendwehr ermöglichen. "Denn wir wollen sie halten", erklärt der 24-jährige Jugendwart. Und sein Ziel ist es, dass die Zahl der jungen Brandschutzhelfer bis Jahresende auf 20 ansteigt.