In den Ostermarsch durch Wolmirstedt reihten sich rund 240 Menschen ein. Unter dem Motto "Ziehe niemals in den Krieg" demonstrierten sie für die friedliche Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide.

Wolmirstedt l "Frieden bedeutet mehr als die Abwesenheit von Krieg", gab Superintendent Uwe Jauch den Ostermarschierern mit auf den fast fünf Kilometer langen Weg durch Wolmirstedt. Begleitet wurden sie dabei von der Musik des Geigers Klaus von Wrochem.

Auf der Schlossdomäne bot anschließend der "Markt der Möglichkeiten" vegane Kost, Bücher, Genähtes, Kräutererzeugnisse, ein Gauklertheater, Tanz des Nachwuchses des OK-Live-Ensembles sowie die Möglichkeit, mit Lehm zu arbeiten oder zu erleben, welchen Weg der Kaffee nimmt, bis er in unseren Tassen landet. "Ich bin froh über die große Resonanz", sagte Helmut Adolf von der Bürgerinitiative "Offene Heide", die mit diesem Ostermarsch gleichzeitig den 250. Friedensweg ging.

Die Friedenswege stehen für die friedliche Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide. "Beim Bau der Übungsstadt Schnöggersburg in der Heide gibt es keinen Sparzwang", prangerte Gudrun Tiedge, Landtagsabgeordnete der Linken, an. In dieselbe Kerbe schlug Kabarettist und Moderator Lars Johansen. "Magdeburg und Halle haben keine U-Bahn, aber dort wird eine gebaut. Nur, um darin herumzuballern."

Das wollen die Mitglieder der gewaltfreien Aktion "Gefechtsübungszentrum abschaffen" nicht hinnehmen. "Wir werden vom 17. bis zum 24. August auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes ein Camp errichten", kündigt Katja Tempel an, "wir werden Leben in diese Gegend tragen."

Die meisten Besucher des Marsches und Marktes kamen von weiter her. Ihnen legte die Stadtratsvorsitzende Gerhild Schmidt (parteilos) die Schönheit der Schlossdomäne ans Herz. Sie hatte in Vertretung des Bürgermeisters Martin Stichnoth (CDU) die Gäste begrüßt.

 

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