Ein Barleber Unternehmen lobt nach 2013 zum zweiten Mal 1000 Euro und die Unterstützung für die erfolgreichste Vereins-Nachwuchsmannschaft aus. Einzige Bedingung, die jungen Sportler müssen Blutspender aktivieren.

Barlebern l Das Deutsche Rote Kreuz beklagte jüngst drastisch sinkende Blutspendezahlen in Sachsen-Anhalt. "Dieser erneute Notruf war für uns letztlich der Anstoß, an unserer Aktion festzuhalten", gibt sich Heike Thiele, Leiterin Marketing des Barleber Unternehmens EKF Diagnostic, kämpferisch. Im vergangenen Jahr gab es erstmals Überlegungen seitens der Geschäftsführer Julian Baines und Richard Evans, wie man gegen diesen Notstand angehen kann.

Die Lösung des Unternehmens war so einfach wie hilfreich. Sie riefen kurzerhand eine landesweite Blutspendeaktion ins Leben. Mit "Mein Blut meiner Mannschaft" sollten Sportvereine zu einer Blutspende animiert werden. Teilnehmende Vereine mit einer guten Nachwuchsarbeit hatten dabei die Chance, Sportgeräte, Trikots oder Ausrüstung im Wert von 1000 Euro für ihre Jugendmannschaft zu gewinnen.

Die D-Jugend-Spielerinnen des Handballclubs Barleben gewannen im vergangenen Jahr die "Meisterschaft im Blutspenden". Auch wenn die jungen Barleberinnen selbst kein Blut spenden durften, so konnten sie insgesamt 89 Spender, mehr als jeder der anderen vier Vereine, für ihren Handballclub gewinnen.

Mit der hauseigenen Blutspendeaktion, wobei 36 freiwillige Spender für verschiedene Sportvereine aufliefen, ist die EKF Diagnostic GmbH in dieser Woche mit ihrer Aktion "Mein Blut meiner Mannschaft" wieder landesweit am Start. Bei der Neuauflage hofft aber das Barleber Unternehmen auf einen stärken Zuspruch, "denn leichter kann man für seinen Verein nicht 1000 Euro einspielen, und ganz wichtig, dabei so noch viel Gutes tun", erläutert Heike Thiele.

Dass gerade die EKF-Diagnostic aus Barleben auf diese Idee mit der Blutspende kam, das ist kein Zufall. Das Unternehmen produziert unter anderem Blutmessgeräte für Sportler und Mediziner. Mit der ungewöhnlichen Aktion sah das Unternehmen die Möglichkeit als Sponsor, den sportlichen Nachwuchs im Lande finanziell zu fördern, "gleichzeitig führen wir den Blutbanken den so dringend benötigten Lebenssaft zu. Und das wollen wir in diesem Jahr noch verstärkter tun", versichert Heike Thiele und erinnert noch einmal, wie man an die Meisterprämie kommen kann.

Um an die 1000 Euro für die Vereinskasse zu kommen, müssen die Aktiven im wahrsten Sinne des Wortes aktiv werden. Entweder sie bluten selbst, immer vorausgesetzt sie sind 18 Jahre alt, oder überzeugen andere Menschen, ihr Blut für ihren Verein zu spenden. Übrigens, die Handballerinnen legten bereits einen Blitzstart hin, konnten bis heute bereits 36 Blutspender akquirieren.

@066n Twitter Co.:Informationen zur Aktion unter MeinBlutmeinerMannschaft.blogspot.de