Angeleitet von zwei Spiele-Designern eines Berliner Vereins haben Grundschüler aus Samswegen eigene Spiele zum Thema erneuerbare Energien entwickelt. Für den Workshop kamen die Kinder sogar während der Ferien in die Schule.

Samswegen l Auf im wahrsten Sinne spielerische Weise haben sich zwölf Kinder der Grundschule in Samswegen mit dem Thema erneuerbare Energien auseinandergesetzt. In einem Workshop, angeleitet von zwei Berliner Spiel-Entwicklern, kreierten die Drittklässler in Vierer-Gruppen ihre eigenen Brettspiele. Dafür kamen sie am Montag sogar trotz der Pfingstferien in die Schule.

Das Material - unter anderem Spielunterlagen, Würfel, Steine, Figuren und Stifte - und die Grundidee zum Spiel brachten Christian Münch und Matthias Löwe vom Verein "Gamestorm Berlin" mit. Das Roh-Konzept für die Spiele: Zwei konkurrierende Konzerne sollen eine Stadt langfristig mit Strom versorgen. Die genauen Spielregeln mussten die Schüler in den Gruppen selbst entwickeln. "Wir haben uns vorher schon einen Rohbau überlegt, damit die Kinder nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern eine Anleitung haben", erklärte Christian Münch.

Bevor es losgehen konnte, erörterten die Hauptstädter gemeinsam mit den jungen Samswegern, welche Arten von Energieerzeugung es überhaupt gibt und welche Vor- sowie Nachteile die einzelnen Formen mit sich bringen. So sei Solarenergie vergleichsweise teuer, belaste jedoch nicht die Umwelt. Atomenergie dagegen sei billiger, berge jedoch große Gefahren. Für die Spiele durften die Kinder neben den beiden genannten auch noch auf Wind- sowie Öl-Energie zurückgreifen.

Bis 15.45 Uhr hatten die Drittklässler am Montag Zeit, an ihren Spielideen zu tüfteln. Dann präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse den Mitschülern. Anschließend wurden die Blätter getauscht und nach den Regeln der anderen Gruppen gespielt.

Begleitet wurde das Ferienprojekt zum Thema Energien ehrenamtlich von Daniela Küllertz, der ehemaligen Sozialarbeiterin in der Niederen Börde. "Die Teilnehmer sind die Kinder, die in die Schülerfirma `Crazy Kids - verrückt nach Strom` nachrücken", erklärte sie. Die Grundschüler sollen durch die Firma etwas über die Energiepolitik in der Bundesrepublik lernen und gleichsam ihr Wissen an andere Grundschüler weitergeben, "etwa in Form von Workshops und Mitmachexperimenten", erläuterte Küllertz. "Die Kinder wachsen an dieser Aufgabe in Verantwortungsstrukturen", sagte sie.

Bilder