Auf der Sitzung des Gemeinderates Angern am Dienstag in Wenddorf stellten Investoren ihre Pläne für den Bau von Windkraftanlagen im Süden Mahlwinkels vor. Dazu muss das dort bereits bestehende Windvorranggebiet erweitert werden.

Wenddorf l Die vier bis fünf geplanten Windkraftanlagen sollen auf einem Areal errichtet werden, das unmittelbar an die Fläche des bereits genehmigten Windparkes Süd angrenzt, erläuterten die Investoren den Ratsmitgliedern.

Vielen war das Projekt nicht neu, hatten Stefan Müller und Georg Junghans von der JM Projektinvest GmbH und Christian Itzenplitz von der Forstbetrieb Mahlwinkel GbR diesbezüglich bereits im Juni zu einem Vororttermin eingeladen. Beiden Unternehmen gehört die betreffende Fläche. Sie hatten sie vor einigen Jahren vom Bundesvermögensamt gekauft und bereits viel Geld in die Sanierung des ehemals militärisch genutzten Geländes investiert.

"Wir werden die Anlagen nicht direkt vor Ihrer Haustür bauen, sondern den Abstand zur nächsten Wohnbebauung größer halten, als vom Gesetzgeber gefordert", informierte Georg Junghans. Geplant seien vier bis fünf Windräder, die jeweils eine Leistung von bis zu 2300 Kilowatt erzeugen können. Die Nabenhöhe der Anlagen soll 138 Meter, der Rotordurchmesser 82 Meter betragen.

Im Gegenzug für eine Genehmigung durch die Gemeinde schlagen die Investoren mehrere Kompensationsmaßnahmen vor. "Denkbar wäre beispielsweise der Ausbau eines Forstweges zwischen Mahlwinkel und dem Sandkrug zu einem Fahrradweg", stellte Christian Itzenplitz eines der Projekte vor, "um den etwa 3,2 Kilometer langen Weg gut befahren zu können, wird er auf der gesamten Länge mit einer lose angewalzten Natursteindecke versehen."

Ein weiterer Vorschlag ist das Anlegen einer Schulwaldallee im Bertinger/Zibbericker Wald. "Das wäre ein langfristiges Kooperationsprojekt zwischen einer oder mehrerer Schulen und der Forstbetrieb Mahlwinkel GbR", so Itzenplitz. Wesentlicher Bestandteil wäre eine jährliche Pflanzung von etwa 20 Bäumen entlang geeigneter Wegeabschnitte durch die Schüler. Außerdem könne mit den Schülern auch ein Naturlehrpfad errichtet werden. Weitere Vorschläge der Investoren betrafen das Anlegen eines Schulwaldes, das Aufstellen einer Grillhütte oder das Bereitstellen von Flächen für einen Fahrradweg zwischen Zibberick und dem Sandkrug.

"Wir wollen mit diesen Maßnahmen die Lebensqualität in der Gemeinde steigern. Unsere Überlegungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Wir sind für weitere Vorschläge dankbar", so Christian Itzenplitz.

Die zunächst angedachte direkte Einspeisung des erzeugten Stroms in Mahlwinkeler Haushalte sei nach der Novellierung des EEG nicht mehr möglich, bedauerten die Investoren.