Es grünt so grün in der Ohrestadt. Was bei einer zu pflegenden Gesamtfläche von 34,2 Hektar und der Wetterlage nicht verwundert. Das auch in diesen Tagen noch immer satte Grün will einmal im Monat gepflegt werden. Fünf Mitarbeiter des Wirtschaftshofes sind dafür mit vier Traktoren im Einsatz.

Wolmirstedt l Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, bei seinem Spaziergang auch die Ortsteile einbezieht, der spürt recht schnell: Es grünt so grün wie selten zuvor in Wolmirstedt. "Was bei dieser Wetterlage nicht erstaunt", wie Wilfried Frenkel, Betriebsleiter des Wirtschaftshofes so treffend feststellt. "Die teils tropischen Temperaturen und der ständige Dauerregen lassen das Grün nur so sprießen. Und da müssen wir uns mächtig strecken, um den Rasen kurz zu halten."

165 000 Quadratmeter (16,5 Hektar) Rasenfläche sind allein nur für Wolmirstedt, Elbeu, Mose und Glindenberg zu hegen und zu pflegen.

Werden die Gehölz-, Misch- und Staudenflächen sowie die öffentlichen Spielflächen dazu gerechnet, dann hat Wolmirstedt eine grüne Lunge mit einem Fassungsvermögen von knapp 20 Hektar. In Glindenberg grünt es auf eine Fläche von 5,5 Hektar und Farsleben kann immerhin noch 4,71 Hektar vorhalten.

Die Flächen sind ohne Technik gar nicht zu bewältigen. Neben den beiden John-Deere-Traktoren verfügt der Wirtschaftshof noch über zwei sogenannte Sitztraktoren, sieben Handrasenmäher und es gibt nicht wenige Mitarbeiter, die noch mit der Sense umgehen können. "Die Geräte sind auch zwingend nötig, um die gewaltigen Grünflächen zu pflegen, die größte ist dabei entlang der Ohrepromenade", so Frenkel und erinnert daran, dass auch das Straßenbegleitgrün sowie die öffentlichen Flächen in den vier Ortsteilen einmal im Monat gemäht werden müssen.

Besondere Fürsorge bei der Grünpflege braucht das Wohngebiet Kornblumenring in Glindenberg, wo das Regenwasser über sogenannte Rigole (Gräben) in zwei Regenrückhaltebecken abfließen muss.

Die Mahd fängt im Wonnemonat Mai an und klingt im September aus, "wobei wir in den Monaten Juli und August in der Regel meist schon auf Sparflamme arbeiten, weil die Vegetation langsam in den Herbstmodus übergeht. Doch in diesem Sommer ist alles viel, viel grüner", meint Frenkel.

Das Grün selbst, pro Woche sind es etwa 54 Kubikmeter, kommt in sogenannte Abrollcontainer, die auf dem Wirtschaftshof sowie dem Friedhof stehen.

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