Mittelfristig will die Gemeinde die Bebertaler Grundschule sanieren. Das 4,5 Millionen Euro teure Vorhaben inklusive Sporthalle soll mit Hilfe des Landsprogramms "Stark III" erfolgen. Der Gemeinderat hat grünes Licht für einen Förder- antrag gegeben.

Bebertal/HoheBörde l Für stolze 4,5 Millionen Euro will die Gemeinde Hohe Börde als Träger der Anna-Seghers-Grundschule den Bildungskomplex auf einen energieeffizienten Standard bringen. Helfen soll dabei das Landesförder- programm "Stark III".

Im Mittelpunkt dieses Innovations- und Investitionsförderprogramms steht die energetische Sanierung von Kindertagesstätten und Grundschulen. Dazu gehören auch Schulsport- hallen. Zum beantragten Förderumfang gehören die Sanierung der Schule, der Ersatzneubau einer Einfeldsporthalle direkt neben dem Schulgebäude und die Neugestaltung der Außenanlagen.

Zu den Fördervoraus- setzungen von "Stark III" gehören laut Angaben der Gemeindeverwaltung unter anderem der auf mindestens 15 Jahre gesicherte Bestand der jeweiligen Schulen. Das trifft für die Bebertaler Grundschule nach der im Juli dieses Jahres vom Gemeinderat Hohe Börde beschlossenen Schulentwicklungsplanung zu.

Des Weiteren hat bei einer Stark-III-Förderung die energetische Sanierung von bereits vorhandenen Gebäuden - nicht von Neubauten - Vorrang. Und: Der Anteil der energetischen Sanierung an den Gesamtbaukosten muss mindestens 30 Prozent betragen.

Zu den Sanierungsdetails in Bebertal gehören unter anderem ein Wärmedämm-Verbund-System an der Außenfassade, eine Erneuerung der Dachdämmung sowie der Einbau von Fenstern mit hohem Dämmwert. Darüber hinaus soll die Heizungs- und Belüftungstechnik auf modernen energieeffizienten Standard gebracht werden.

Sporthallenbau und Gestaltung der Freiflächen

Außerdem sollen die Unterrichtsräume neu angeordnet und das Schulgebäude komplett barrierefrei und damit behindertengerecht umgebaut werden. Modernisierung im Sinne eines besseren Schall- und Brandschutzes, die Fluchtwegneugestaltung und raum- akustische Verbesserungen sind ebenfalls im Sanierungskonzept vorgesehen. Neben dem Ersatzbau der Kleinfeldsporthalle sollen der Pausenhof und die Gebäudezugänge befestigt, die Außenanlagen eingezäunt, eine Ballspielfläche hergestellt, neue Grünflächen gestaltet und Bäume gepflanzt werden.

Priorität liegt zunächst auf der Hermsdorfer Schule

Wann das Projekt in Bebertal verwirklicht wird, ist offen und hängt vom Ergebnis des Förderantrags ab. Priorität für die Mehrheit im Gemeinderat Hohe Börde hat aber zunächst der Schulersatzneubau in Hermsdorf.

Der Förderzeitraum von "Stark III" reicht von 2014 bis 2020. Das hängt mit der nächsten Förderperiode der EU zusammen. Die Fortführung des Stark-III-Landesprogramms ist Bestandteil von EU-Förderprogrammen wie EFRE und ELER.