Zu Beginn des neuen Schuljahres besuchte Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) am Donnerstagvormittag die Ganztagsschule Barleben, an der 224 Mädchen und Jungen von der 5. bis 10. Klasse unterrichtet werden.

Barleben l Die Aufregung der Mädchen und Jungen der Ganztagsschule Barleben war gestern Vormittag mächtig groß. Was nicht erstaunt. Nicht nur, dass das neue Schuljahr eingeläutet wurde, mit Stephan Dorgerloh hatte sich auch Sachsen-Anhalts Kultusminister angesagt.

Diese Tatsache hat den Schülern der Klasse 6a fast die Stimme verschlagen. Zumindest wirkten sie recht "kleinlaut", als sie nicht nur für den Ehrengast ihr Begrüßungslied anstimmten. "Es hat an unserer Einrichtung eine gute Tradition", so erklärte Schulleiterin Monika Kukuk dem Kultusminister den Auftritt, "dass wir den ersten Schultag stets mit einem gemeinsamen Appell auf dem Schulhof beginnen. Und der jeweils sechsten Klasse fällt am ersten Schultag die Aufgabe zu, mit einem Lied die Mitschüler auf die nächsten Monate einzustimmen."

Der Kultusminister war angetan von der Sangesfreude der Schüler, tief beeindruckt dagegen zeigte er sich von optimalen Lehr- und Lernbedingungen, die hier in Barleben in der Feldstraße 20 geboten werden.

"Seit nunmehr zehn Jahren steht der Neubau", erläuterte Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff (FDP), "und wir als Gemeinde sind auch heute noch stolz darauf, dass wir seinerzeit die Trägerschaft übernommen und in eine moderne Sekundarschule investiert haben." "An der heutigen Ganztagsschule in der Barleber Feldstraße, die in dieser Bildungsform seit einem Jahr besteht, werden gegenwärtig Mädchen und Jungen der Klassenstufe 5 bis 10 im Hauptschul- sowie Realschulbildungsgang unterrichtet", so Schulleiterin Kukuk. "Der Wunsch, die Ganztagsschule einzuführen, war die logische Konsequenz unserer bisherigen Entwicklung, die wir als praxisorientierte Sekundarschule durchschritten haben." Die Gemeinde als Träger der Sekundarschule gab im Januar 2013 grünes Licht, stimmte der Bitte zu, dass sie mit dem Schuljahr 2013/14 als wirtschaftsorientierte Ganztagsschule geführt werden kann.

Die Einrichtung mit 224 Schülern und 24 Lehrkräften hatte sich bereits 2006 auf das praxisorientierte Lernen festgelegt. Das heißt, dass Mädchen und Jungen ab der Klasse sieben einmal pro Woche einen Schultag in einem Unternehmen der freien Wirtschaft verbringen, "und somit unsere Schüler, und die Erfahrung besitzen wir, nach Beendigung der Schule leichter den Weg in die Berufsausbildung finden", erläuterte Monika Kukuk.

Das beinhaltet, dass die Schüler in dieser Zeit auch über Berufsbilder informiert werden und somit durch ein recht intensives Bewerbungstraining besser ihren Weg ins Berufsleben finden.

Damit aber die Neuen, sprich die Schüler der fünften Klassen, schnellstmöglich an der Ganztagsschule ankommen, wurden gestern erstmals Patenschaften geschlossen. Das bedeutet, jeder Schüler der achten Klasse fühlt sich für die nächsten zwei Jahre für ein Mädchen oder Jungen aus der heutigen Fünften verantwortlich.

Bilder