Ein buntes Fest ist am Sonntag auf dem Hof der Familie Wehde gefeiert worden. In der Tat nutzten neben den hier ansässigen auch zahlreiche auswärtige Besucher das schöne Wetter, um dem Hof in Lindhorst einen Besuch abzustatten.

Lindhorst l Eröffnet wurde die mittlerweile zwölfte Veranstaltung mit einem Gottesdienst zum Erntedankfest in der Johanniskirche. Kirchenorganist Dr. Rolf Schrader hatte sich wie in jedem Jahr auch für 2014 etwas Besonderes einfallen lassen. "Ich bin auf junge Menschen gestoßen, die Spaß daran hatten, etwas Neues auszuprobieren und sich musikalisch in einen Gottesdienst einzubringen." Mareike Ratzeburg (Klein Ammensleben), Clara Franke (Jersleben) und Leonhard Schwarz (Mose) von der Kreismusikschule Wolmirstedt/Haldensleben gaben auf der Klarinette Proben ihres Könnens ab oder wurden von Dr. Schrader begleitet.

"Aus Liebe zur Region - denken, handeln und genießen" lautete 2014 das Motto des deutschlandweit ausgerichteten "Tag der Regionen". Dem hatte sich auch der Wehde`sche Hof angeschlossen und einen "Markt der Möglichkeiten" aufgebaut. In der Zeit von 10 bis 17Uhr stellten sich regionale Produzenten, Vereine und Verbände vor. Für das leibliche Wohl sorgten unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Lindhorst mit ihrer Gulaschkanone sowie der Kulturverein Lindhorst, der neben eigenen auch Grillwürstchen vom Rätzlinger Biohof Lauenroth-Mago, dort werden Galloway-Rinder gezüchtet, im Angebot hatte. Lindhorster Bier und Backspezialitäten der Mühlenbäckerei Düsedau konnten verkostet werden. Für Beschäftigung der zahlreichen jungen Besucher des Hoffestes war ebenfalls gesorgt. Sie nutzten interessante Angebote beispielsweise in der Schnitzwerkstatt oder übten sich als Töpfer. Für Bastelfreunde stand eine Bastelstraße zur Verfügung. Wer sich danach entspannen wollte, tat dies beim Kinder-Yoga.

Eine Fotoausstellung brachte Besuchern mit Impressionen der Heideregion die Colbitz-Letzlinger Heide näher. Der Kleintierzüchterverein Lindhorst-Colbitz stellte Tiere aus, Wolf-Stand und NABU informierten über ihre Tätigkeitsfelder. Die Spezialitätenbrauerei Eckart, sie befindet sich ganz in der Nähe des Hofes, lud interessierte Gäste zur Brauereibesichtigung ein.

Am Sonntag um 12.30 Uhr ging es daran, beim Waldspaziergang die nähere Umgebung der Heideregion zu erkunden. Mit dabei war die Bürgereinitiative "Offene Heide". "Wir haben den Tag genutzt, um ebenfalls mit einem Informationsstand hier dabei zu sein und unseren 256. Friedensweg zu beschreiten", informierte Helmut Adolf.

DJ Manu und Akkordeonspieler Igor Sinitsyn aus Wolmirstedt waren auf dem Hof für den musikalischen Part zuständig.

Dagobert Wehde, der mit seiner Familie den Hof in langjähriger mühevoller Kleinarbeit zu einem Erlebnisdomizil geformt hat, durfte mit der Resonanz zufrieden sein. "Wir wollten unseren Besuchern einen angenehmen Tag bereiten. Gemeinsam feiern, kulinarische Spezialitäten genießen, ins Gespräch kommen, um das Miteinander und regionale Selbstbewusstsein zu fördern - ich glaube, dass uns das gelungen ist", bilanzierte Wehde. Er dankte dem Kulturverein um die Vorsitzende Antje Gellert, der in Sachen Vorbereitung und Durchführung wieder prima Arbeit geleistet hat.

 

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